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2. Bundesliga 2026/27: Zahlen, Rekorde und kuriose Fakten

August 12, 2026 · KlausHuber
2. Bundesliga 202627 Zahlen, Rekorde und kuriose Fakten

2. Bundesliga 2026/27: Zahlen, Rekorde und kuriose Fakten zur neuen Saison

Die 2. Bundesliga 2026/27 ist gestartet und schon nach dem ersten Spieltag gibt es einige interessante Zahlen. Gleichzeitig blickt die Liga auf eine lange Geschichte mit außergewöhnlichen Rekorden, kuriosen Bestmarken und Vereinen zurück, die das Unterhaus des deutschen Fußballs über Jahrzehnte geprägt haben.

Von historischen Torrekorden über Zuschauerzahlen bis hin zu aktuellen Bestwerten: Wir schauen auf die wichtigsten Zahlen und Fakten der 2. Bundesliga.

Greuther Fürth ist der Rekordverein der 2. Bundesliga

Kein Verein hat mehr Spiele in der 2. Bundesliga absolviert als die SpVgg Greuther Fürth.

Mit inzwischen mehr als 1.260 Zweitliga-Partien steht das Kleeblatt an der Spitze dieser Statistik. Fürth gehört damit wie kaum ein anderer Klub zur Geschichte der Liga.

Auch bei der Anzahl der Zweitliga-Tore befindet sich der Verein ganz vorne. Die lange Zugehörigkeit zur Liga macht Fürth zum eigentlichen Rekordteam des deutschen Unterhauses.

Ein weiterer kurioser Rekord gehört ebenfalls dem Kleeblatt: Benjamin Siegert erzielte 2007 gegen Wehen Wiesbaden bereits nach acht Sekunden ein Tor. Es gehört bis heute zu den schnellsten Treffern der Zweitliga-Geschichte.

Hertha erzielte einmal 123 Tore in einer Saison

Einer der außergewöhnlichsten historischen Rekorde stammt von Hertha BSC.

In der Saison 1980/81 erzielten die Berliner unglaubliche 123 Tore und gewannen 31 Spiele. Trotzdem reichte es damals nicht zum Aufstieg in die Bundesliga.

Grund dafür war das damalige Ligasystem mit zwei Zweitliga-Staffeln und der Zwei-Punkte-Regel. Werder Bremen und Eintracht Braunschweig sammelten im Norden noch mehr Punkte.

Heute wäre eine Saison mit 123 Treffern kaum vorstellbar. Der Wert zeigt, wie unterschiedlich die verschiedenen Epochen der 2. Bundesliga waren.

Der ewige Torjäger heißt Simon Terodde

Simon Terodde bleibt der erfolgreichste Torjäger in der Geschichte der 2. Bundesliga.

Der ehemalige Stürmer erzielte insgesamt 177 Zweitliga-Tore und steht damit deutlich vor Dieter Schatzschneider, der auf 153 Treffer kommt.

Unter den aktuell aktiven Spielern gehört Robert Glatzel zu den erfahrensten und erfolgreichsten Torjägern. Der Wolfsburger Mittelstürmer nähert sich der Marke von 100 Treffern in der zweiten Liga.

Der historische Abstand zu Terodde bleibt allerdings groß.

2024/25 brachte einen Zuschauerrekord

Die 2. Bundesliga ist nicht nur sportlich attraktiv, sondern auch bei den Zuschauern außergewöhnlich erfolgreich.

In der Saison 2024/25 kamen insgesamt mehr als 9,4 Millionen Zuschauer in die Stadien. Das entsprach einem Durchschnitt von über 30.800 Fans pro Partie und stellte einen neuen Rekord für die Liga auf.

Damit lag die zweite deutsche Liga beim Zuschauerschnitt sogar vor mehreren europäischen Erstligen.

Traditionsvereine, große Arenen und enge Aufstiegsrennen machen die 2. Bundesliga auch international zu einer Besonderheit.

Kaiserslautern gegen Fürth ist ein echtes Rekordduell

Auch einzelne Begegnungen haben sich über Jahrzehnte immer wiederholt.

Der Karlsruher SC und Greuther Fürth trafen bislang 50-mal in der 2. Bundesliga aufeinander. Keine andere Paarung wurde häufiger ausgetragen.

Das zeigt auch, wie viele Traditionsvereine über lange Zeiträume zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga pendelten.

Braunschweig setzt direkt die erste Bestmarke 2026/27

Auch die neue Saison hat bereits ihre ersten auffälligen Zahlen produziert.

Eintracht Braunschweig gewann zum Auftakt 6:1 beim 1. FC Magdeburg und erzielte damit mehr Tore als jede andere Mannschaft am ersten Spieltag. Nach dem Auftakt steht die Eintracht mit sechs Treffern an der Spitze der Offensivstatistik.

Braunschweig kombinierte den hohen Sieg außerdem mit einer starken Passquote von 86,3 Prozent und gehörte damit auch spielerisch zu den auffälligsten Teams des ersten Wochenendes.

Zoma startet mit drei Toren

Bei den Spielern setzte Mohamed Alì Zoma vom 1. FC Nürnberg die erste individuelle Bestmarke.

Der Angreifer erzielte beim 3:0 gegen Dynamo Dresden alle drei Tore und führt deshalb die Torjägerliste nach dem ersten Spieltag mit drei Treffern an.

Dahinter folgen Moritz Broschinski und Jan Urbich mit jeweils zwei Toren.

Zoma ist damit der erste Spieler der Saison, der sich mit einem Hattrick in den Mittelpunkt gespielt hat.

Costly startet als bester Vorbereiter

Bei den Assists liegen nach dem ersten Spieltag gleich mehrere Spieler vorne.

Marcel Costly vom 1. FC Heidenheim bereitete beim 4:3 gegen Osnabrück zwei Treffer vor. Ebenfalls auf zwei Vorlagen kommen Konrad Faber und Marvin Wanitzek.

Costly war gleichzeitig selbst als Torschütze erfolgreich und gehörte damit zu den auffälligsten Spielern des ersten Wochenendes.

Pyrka ist bisher der schnellste Spieler

Auch bei der Geschwindigkeit gibt es bereits eine erste Bestmarke.

Arkadiusz Pyrka erreichte am ersten Spieltag eine Spitzengeschwindigkeit von 35,89 km/h und ist damit aktuell der schnellste Spieler der 2. Bundesliga 2026/27.

Solche Werte zeigen, wie athletisch die Liga inzwischen geworden ist.

Zivzivadze läuft besonders intensiv

Budu Zivzivadze fiel beim 4:3-Sieg von Heidenheim gegen Osnabrück nicht nur wegen seines Tores auf.

Der georgische Angreifer absolvierte 94 intensive Läufe und führt damit diese Statistik nach dem ersten Spieltag an.

Das passt zur Spielweise von Heidenheim, die unter Frank Schmidt traditionell stark von Laufarbeit, Pressing und hoher Intensität geprägt ist.

Hannover feuert am häufigsten aufs Tor

Nicht jeder Rekord führt automatisch zu einem Sieg.

Hannover 96 gab am ersten Spieltag 26 Torschüsse ab und führt damit die entsprechende Teamstatistik an. Trotzdem verlor Hannover mit 1:3 bei Energie Cottbus.

Das ist eine der interessantesten Zahlen des ersten Wochenendes: Viele Abschlüsse allein garantieren noch keine Punkte.

Auch Osnabrück und Braunschweig gehörten mit jeweils mehr als 20 Torschüssen zu den offensiv aktivsten Mannschaften.

Wolfsburg hat bisher den meisten Ballbesitz

Beim Ballbesitz liegt nach dem ersten Spieltag der VfL Wolfsburg vorne.

Der Bundesliga-Absteiger kam gegen Kaiserslautern auf 58 Prozent Ballbesitz, konnte daraus aber keinen Treffer erzielen. Die Partie endete 0:0.

Heidenheim folgt mit 56 Prozent, Karlsruhe mit 54 Prozent.

Auch hier zeigt sich: Statistische Dominanz bedeutet nicht automatisch einen Sieg.

Heidenheim spielt im kleinsten Stadion der Liga

Auch bei den Stadien gibt es große Unterschiede.

Das Olympiastadion von Hertha BSC ist mit mehr als 70.000 Plätzen die größte Arena der 2. Bundesliga 2026/27.

Am anderen Ende der Liste steht die Voith-Arena des 1. FC Heidenheim. Sie bietet rund 15.000 Zuschauern Platz und ist damit das kleinste Stadion der Liga.

Gerade diese Mischung aus riesigen Arenen und kleinen, engen Fußballstadien gehört zum besonderen Charakter der 2. Bundesliga.

Die 2. Bundesliga bleibt eine Liga voller Rekorde

Die neue Saison hat gerade erst begonnen, doch die ersten Zahlen liefern bereits interessante Geschichten.

Braunschweig stellt die beste Offensive, Zoma führt die Torjägerliste an, Pyrka ist der schnellste Spieler und Hannover produziert trotz Niederlage die meisten Abschlüsse.

Gleichzeitig erinnern historische 2. Bundesliga Rekorde daran, wie lange und abwechslungsreich die Geschichte der Liga bereits ist.

Ob in der Saison 2026/27 neue Bestmarken fallen, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Nach dem ersten Spieltag gibt es jedenfalls bereits genügend Zahlen, Rekorde und kuriose Fakten, die einen Blick wert sind.