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2. Bundesliga 3. Spieltag: Ergebnisse, Tabelle und Gewinner

August 31, 2026 · KlausHuber
2. Bundesliga 3. Spieltag - Ergebnisse, Tabelle und Gewinner

2. Bundesliga nach dem 3. Spieltag: Nürnberg und Hertha perfekt, im Tabellenkeller wächst der Druck

Der 3. Spieltag der 2. Bundesliga 2026/27 hatte alles zu bieten: 38 Tore in neun Spielen, zwei Acht-Tore-Spektakel, einen weiterhin perfekten 1. FC Nürnberg und eine Hertha, die selbst ein 0:2 noch in einen Sieg verwandelt. Während sich an der Tabellenspitze bereits ein erstes Bild ergibt, warten St. Pauli, Holstein Kiel und Darmstadt weiter auf ihren ersten Ligasieg.

Drei Spieltage sind noch viel zu wenig für endgültige Urteile. Trotzdem lassen sich die ersten Trends kaum noch übersehen.

Der 1. FC Nürnberg und Hertha BSC stehen nach drei Partien bei der maximalen Ausbeute von neun Punkten. Dahinter bleibt der VfL Wolfsburg mit sieben Zählern ungeschlagen. Heidenheim und Magdeburg folgen mit jeweils sechs Punkten.

Am anderen Ende der Tabelle sieht die Situation ganz anders aus. St. Pauli und Holstein Kiel haben jeweils zwei Punkte, Darmstadt ist mit nur einem Zähler Tabellenletzter.

Die Ergebnisse des 3. Spieltags

SpielErgebnis
Eintracht Braunschweig – Hertha BSC3:5
VfL Bochum – VfL Osnabrück0:1
Energie Cottbus – Greuther Fürth3:4
Karlsruher SC – VfL Wolfsburg2:5
1. FC Heidenheim – Dynamo Dresden5:3
1. FC Nürnberg – Arminia Bielefeld4:1
FC St. Pauli – 1. FC Kaiserslautern1:2
SV Darmstadt 98 – Hannover 960:1
1. FC Magdeburg – Holstein Kiel2:0

Allein die sechs Partien am Freitag und Samstag produzierten zahlreiche spektakuläre Wendungen. Hertha gewann nach 0:2-Rückstand noch 5:3 in Braunschweig, Heidenheim und Dresden lieferten sich ebenfalls ein 5:3, während Fürth ein wildes 4:3 in Cottbus holte.

Nürnberg bleibt das Maß der Dinge

Der 1. FC Nürnberg hat seinen Traumstart bestätigt.

Nach dem 3:0 gegen Dynamo Dresden und dem 4:2 bei Greuther Fürth folgte gegen Arminia Bielefeld ein deutliches 4:1. Damit steht die Mannschaft von Miroslav Klose bei neun Punkten und 11:3 Toren.

Besonders beeindruckend war gegen Bielefeld erneut die Effizienz. Mohamed Alì Zoma eröffnete den Torreigen, Tim Janisch erhöhte und Adam Markhiyev traf doppelt.

Genau darin liegt ein wichtiger Unterschied zu einem gewöhnlichen guten Saisonstart: Nürnberg ist momentan nicht von einem einzigen Torschützen abhängig.

Zoma steht zwar bereits bei vier Ligatoren, doch inzwischen liefern auch andere Spieler regelmäßig entscheidende Beiträge.

Nach drei Spieltagen muss man deshalb noch nicht vom Aufstieg sprechen. Nürnberg hat sich aber bereits als Mannschaft präsentiert, die zumindest in diese Diskussion gehört.

Hertha beweist eine andere Qualität

Punktgleich dahinter steht Hertha BSC.

Auch die Berliner haben ihre ersten drei Ligaspiele gewonnen. Das Torverhältnis von 10:4 reicht aktuell lediglich aufgrund der schlechteren Differenz nicht für Platz eins.

Der 5:3-Erfolg in Braunschweig war dabei vielleicht der bisher wichtigste Hinweis darauf, wie stabil die neue Hertha mental bereits ist.

Braunschweig führte nach 33 Minuten 2:0.

Noch vor der Pause antworteten Jón Dagur Þorsteinsson und Josip Brekalo. Nach dem Seitenwechsel drehte Berlin das Spiel vollständig und gewann schließlich 5:3. Brekalo traf doppelt, darunter mit einem spektakulären Distanztreffer.

Ein perfekter Saisonstart bedeutet nach drei Spielen noch wenig. Aber ein Team, das auswärts einen 0:2-Rückstand in ein 5:3 verwandelt, zeigt zumindest eine Qualität, die über spielerische Stärke hinausgeht.

Nürnberg und Hertha sind damit die ersten beiden großen Gewinner der Saison.

Wolfsburg bleibt direkt dahinter

Und dann ist da noch der VfL Wolfsburg.

Der Bundesliga-Absteiger steht mit sieben Punkten auf Rang drei und ist ebenfalls noch ungeschlagen.

Beim 5:2 in Karlsruhe zeigte Wolfsburg erstmals in dieser Saison, welches offensive Potenzial in der Mannschaft steckt.

Im Mittelpunkt stand Fabian Reese.

Der frühere Herthaner bereitete den Treffer von Alexander Bernhardsson vor und traf anschließend selbst zweimal.

Damit entwickelt sich hinter Nürnberg und Hertha bereits ein interessanter Dreikampf. Der FCN besitzt die beste Offensive und Tordifferenz, Hertha ebenfalls die perfekte Punkteausbeute und Wolfsburg wartet noch auf seine erste Niederlage.

Heidenheim gewinnt das verrückteste Spiel des Wochenendes

Die vielleicht spektakulärste Partie fand in Heidenheim statt.

Dynamo Dresden führte zur Pause 1:0. Nach dem Seitenwechsel fielen anschließend sieben weitere Tore.

Heidenheim gewann am Ende 5:3. Besonders bitter für Dresden: Nach dem Platzverweis gegen Thomas Keller kippte die Begegnung vollständig.

Für Heidenheim war die Reaktion nach dem enttäuschenden Pokal-Aus wichtig. Mit sechs Punkten steht der FCH inzwischen auf Platz vier.

Defensiv gibt es allerdings reichlich Verbesserungspotenzial: 10:10 Tore nach drei Spielen sind eine außergewöhnliche Bilanz.

Heidenheim garantiert derzeit Spektakel – allerdings in beide Richtungen.

Magdeburg gewinnt jetzt auch die schwierigen Spiele

Direkt dahinter folgt der 1. FC Magdeburg mit ebenfalls sechs Punkten.

Das 2:0 gegen Holstein Kiel war dabei ein komplett anderer Sieg als viele der torreichen Partien dieses Spieltags.

Kiel war über weite Strecken die bessere Mannschaft. Die Gäste hatten mehr vom Spiel und mehrere Möglichkeiten zur Führung.

Magdeburg überstand diese Phase jedoch und schlug spät zu. Mateusz Żukowski brachte den FCM in Führung, Luka Hyryläinen machte anschließend das 2:0 perfekt.

Nach dem katastrophalen 1:6 zum Saisonauftakt gegen Braunschweig hat Magdeburg damit zwei Ligaspiele hintereinander gewonnen.

Das ist eine bemerkenswerte Reaktion.

Kaiserslautern: Nur zwei Tore, aber weiterhin ungeschlagen

Einen ganz anderen Weg geht der 1. FC Kaiserslautern.

Der FCK hat nach drei Spielen erst zwei Tore erzielt – steht aber trotzdem mit fünf Punkten auf Platz sechs und ist noch ungeschlagen.

Nach zwei 0:0-Unentschieden folgte beim FC St. Pauli der erste Saisonsieg.

Erencan Yardımcı erzielte das erste Kaiserslauterer Ligator der Saison, Thierry Tazemeta erhöhte unmittelbar nach der Pause. St. Pauli kam durch Abdoulie Ceesay nur noch auf 1:2 heran.

Kaiserslautern ist damit das Gegenmodell zu Heidenheim: wenig Tore, enge Spiele, aber bislang kein Gegner konnte den FCK schlagen.

Bochum bleibt offensiv das Sorgenkind

Während Nürnberg elf Tore erzielt hat, steht beim VfL Bochum nach drei Spieltagen gerade einmal ein Treffer.

Das ist der schlechteste Wert der gesamten Liga.

Gegen den zuvor punktlosen VfL Osnabrück verlor Bochum zu Hause 0:1. Ismail Badjie erzielte bereits in der vierten Minute das entscheidende Tor.

Noch auffälliger: Bochum hat damit beide bisherigen Heimspiele mit 0:1 verloren.

Mit drei Punkten ist die Tabellenlage noch keineswegs dramatisch. Die fehlende offensive Durchschlagskraft entwickelt sich allerdings zu einem der klarsten frühen Trends der Saison.

St. Pauli und Kiel warten weiter

Noch problematischer sieht die Punkteausbeute bei zwei anderen Teams aus.

Der FC St. Pauli steht nach dem 1:2 gegen Kaiserslautern bei zwei Punkten und ist weiterhin sieglos.

Dasselbe gilt für Holstein Kiel. Zwei Unentschieden zum Start wurden nun von der 0:2-Niederlage in Magdeburg gefolgt.

Dabei ist gerade Kiels Situation interessant: Die Ergebnisse erzählen nicht die ganze Geschichte.

Gegen Magdeburg war Holstein über lange Strecken überlegen und hatte genügend Möglichkeiten, das Spiel in eine andere Richtung zu lenken. Am Ende stand trotzdem die erste Saisonniederlage.

Nach drei Spieltagen belegen St. Pauli und Kiel die Plätze 16 und 17.

Noch besteht überhaupt kein Grund zur Panik. Aber der Druck vor dem vierten Spieltag ist deutlich größer geworden.

Darmstadt ist neues Schlusslicht

Ganz unten steht der SV Darmstadt 98.

Die Lilien haben aus drei Spielen lediglich einen Punkt geholt und weisen ein Torverhältnis von 2:4 auf.

Gegen Hannover 96 kam zusätzlich ein selbstverschuldetes Problem hinzu.

Aleksandar Vukotić sah früh Rot, später führte ein weiteres Handspiel zum entscheidenden Strafstoß. Lars Gindorf verwandelte und bescherte Hannover beim 1:0 die ersten Punkte der Saison.

Für Hannover war das Ergebnis dringend notwendig. Überzeugend war der Auftritt trotz langer Überzahl allerdings noch nicht.

Für Darmstadt wiederum wird die Ausgangslage langsam unangenehm: ein Punkt, kein Sieg und Tabellenplatz 18.

Die Tabelle nach dem 3. Spieltag

#VereinSp.ToreDiff.Pkt.
11. FC Nürnberg311:3+89
2Hertha BSC310:4+69
3VfL Wolfsburg36:2+47
41. FC Heidenheim310:1006
51. FC Magdeburg36:606
61. FC Kaiserslautern32:1+15
7Greuther Fürth37:8-14
8Karlsruher SC34:6-24
9Eintracht Braunschweig39:7+23
10Arminia Bielefeld35:6-13
11VfL Bochum31:2-13
12Energie Cottbus36:8-23
13Hannover 9632:4-23
14VfL Osnabrück34:7-33
15Dynamo Dresden34:8-43
16FC St. Pauli34:5-12
17Holstein Kiel34:6-22
18SV Darmstadt 9832:4-21

Die offizielle Tabelle führt Nürnberg und Hertha auf den direkten Aufstiegsplätzen, Wolfsburg auf Rang drei.

Gewinner des 3. Spieltags

1. FC Nürnberg: Drei Siege, 11 Tore und Tabellenführer. Mehr geht nach drei Spieltagen nicht.

Hertha BSC: Ein 0:2 auswärts in ein 5:3 verwandelt und ebenfalls weiter ohne Punktverlust.

VfL Wolfsburg: Sieben Punkte und noch ungeschlagen. Dazu explodierte die Offensive in Karlsruhe.

1. FC Magdeburg: Nach dem 1:6 zum Auftakt inzwischen zwei Siege hintereinander.

VfL Osnabrück: Ausgerechnet in Bochum gelang nach zwei Niederlagen der erste Saisonsieg.

Verlierer des 3. Spieltags

Holstein Kiel: Lange das bessere Team in Magdeburg, trotzdem 0:2 verloren und weiter ohne Sieg.

FC St. Pauli: Drei Ligaspiele ohne Erfolg, dazu bereits das Pokal-Aus – der Saisonstart läuft komplett anders als erhofft.

SV Darmstadt 98: Ein Punkt aus drei Spielen und jetzt Tabellenletzter.

Dynamo Dresden: Eine Führung verspielt, fünf Gegentore kassiert und auf Platz 15 zurückgefallen.

VfL Bochum: Zweite 0:1-Heimniederlage und weiterhin massive Probleme vor dem Tor.

Das erste Bild der Saison wird klarer

Drei Spieltage entscheiden keinen Aufstieg und keinen Abstieg.

Aber sie können erste Hinweise liefern.

Und nach dem dritten Wochenende sind einige davon deutlich.

Nürnberg und Hertha haben sich zunächst von der Konkurrenz abgesetzt. Wolfsburg sitzt direkt dahinter und bleibt ungeschlagen. Magdeburg hat seinen Fehlstart erstaunlich schnell korrigiert, während Kaiserslautern mit defensiver Stabilität punktet.

Im Tabellenkeller beginnt dagegen schon früh die Suche nach Antworten.

Besonders St. Pauli, Holstein Kiel und Darmstadt brauchen am kommenden Wochenende dringend Erfolgserlebnisse. Auch Bochum muss eine Lösung für seine offensive Harmlosigkeit finden.

Der vierte Spieltag liefert dafür sofort interessante Prüfungen. Tabellenführer Nürnberg reist ausgerechnet zum noch sieglosen Holstein Kiel. Hertha bekommt es mit Magdeburg zu tun, während Kaiserslautern Schlusslicht Darmstadt empfängt.

Nach drei Spieltagen ist die Saison noch jung.

Langweilig ist diese 2. Bundesliga aber ganz sicher nicht.