Die Stars der 2. Bundesliga 2026/27: Diese Spieler können den Unterschied machen
Die 2. Bundesliga 2026/27 bietet nicht nur große Traditionsvereine und volle Stadien. Auch individuell ist die Liga stark besetzt. Erfahrene Bundesliga-Spieler treffen auf etablierte Zweitliga-Torjäger und junge Profis, die vor dem nächsten Karriereschritt stehen.
Einige Stars der 2. Bundesliga haben ihre Qualität bereits am ersten Spieltag gezeigt. Andere müssen nach großen Transfers erst noch ihren Rhythmus finden. Wir schauen auf die Spieler, die in dieser Saison besonders wichtig werden können.
Mohamed Alì Zoma startet mit einem Hattrick
Besser hätte Mohamed Alì Zoma kaum in die Saison starten können. Der Angreifer des 1. FC Nürnberg erzielte beim 3:0 gegen Dynamo Dresden alle drei Treffer und übernahm damit sofort die Führung in der Torjägerliste.
Der 22-Jährige war schon in der vergangenen Saison einer der auffälligsten 2. Bundesliga Spieler. In 29 Partien gelangen ihm 14 Tore und vier Vorlagen. Besonders seine Geschwindigkeit macht ihn für gegnerische Abwehrreihen schwer zu kontrollieren. Mit 35,51 km/h gehörte er zu den schnellsten Spielern der Liga.
Nach seinem Dreierpack zum Auftakt ist Zoma bereits einer der ersten großen Namen der neuen Saison. Wenn er diese Form halten kann, dürfte er nicht nur für Nürnberg, sondern auch im Rennen um die Torjägerkanone eine wichtige Rolle spielen.
Fabian Reese soll Wolfsburg zurück in die Bundesliga führen
Fabian Reese wechselte im Sommer von Hertha BSC zum VfL Wolfsburg und gehört zu den prominentesten Transfers der Liga.
In der vergangenen Saison kam Reese für Hertha auf zehn Tore und 13 Assists und war damit zweitbester Scorer der 2. Bundesliga. Nun soll er dabei helfen, Wolfsburg nach dem Abstieg direkt wieder nach oben zu führen.
Seine Stärken liegen nicht nur im Abschluss. Reese kann über den Flügel kommen, selbst Chancen kreieren und auch zentral im Angriff eingesetzt werden. Gerade in Spielen gegen tief stehende Gegner könnte seine individuelle Qualität entscheidend werden.
Wolfsburg kam am ersten Spieltag gegen Kaiserslautern allerdings nicht über ein 0:0 hinaus. Der hochkarätig besetzte Kader muss also noch zeigen, dass die vielen Einzelspieler schnell als Mannschaft funktionieren.
Robert Glatzel bleibt einer der gefährlichsten Torjäger
Auch Robert Glatzel trägt in dieser Saison das Wolfsburger Trikot.
Der erfahrene Mittelstürmer hat in seiner Karriere bereits 94 Treffer in der 2. Bundesliga erzielt und ist damit der torgefährlichste aktive Zweitliga-Spieler im aktuellen Teilnehmerfeld.
Glatzel braucht im Strafraum häufig nicht viele Kontakte. Genau diese Qualität kann über eine lange Saison entscheidend sein. Wolfsburg dürfte in vielen Spielen viel Ballbesitz haben und auf kompakte Abwehrreihen treffen. Dann braucht es einen Stürmer, der auch aus wenigen Möglichkeiten Tore machen kann.
Gemeinsam mit Reese, Maximilian Arnold und Muhammed Damar gehört Glatzel zu einer Wolfsburger Mannschaft, deren individuelle Qualität für Zweitliga-Verhältnisse außergewöhnlich hoch ist.
Maximilian Arnold ist Wolfsburgs Führungsspieler
Während viele bekannte Namen erst im Sommer nach Wolfsburg kamen, steht Maximilian Arnold seit Jahren für den VfL.
Der Mittelfeldspieler bringt enorme Bundesliga-Erfahrung mit und soll dem Absteiger vor allem Struktur und Ruhe geben. Seine Standards, seine langen Pässe und seine Fähigkeit, das Tempo eines Spiels zu bestimmen, machen ihn zu einem der wichtigsten Topspieler der 2. Bundesliga. Bundesliga.de zählt ihn ebenfalls zu den herausragenden Namen der Saison 2026/27.
Gerade in einer langen Saison kann seine Erfahrung ein entscheidender Vorteil sein. Wolfsburg besitzt viel Offensivqualität, benötigt aber einen Spieler, der die verschiedenen Teile der Mannschaft miteinander verbindet.
Budu Zivzivadze trifft direkt wieder
Budu Zivzivadze kennt die 2. Bundesliga sehr gut. Für den Karlsruher SC erzielte der georgische Nationalspieler in 61 Pflichtspielen 27 Tore, bevor er nach Heidenheim wechselte.
Seine Rückkehr in die zweite Liga begann sofort mit einem Treffer. Beim spektakulären 4:3 gegen den VfL Osnabrück erzielte Zivzivadze bereits in der zehnten Minute das 1:0.
Seine Bedeutung für Heidenheim geht allerdings über Tore hinaus. Unter Frank Schmidt arbeitet Zivzivadze intensiv gegen den Ball und übernimmt als erster Anläufer eine wichtige Rolle. Am ersten Spieltag führte er mit 94 intensiven Läufen sogar die entsprechende Ligastatistik an.
Für einen möglichen direkten Wiederaufstieg braucht Heidenheim genau diese Mischung aus Torgefahr und Arbeit gegen den Ball.
Leonardo Bittencourt ist zurück in Cottbus
Eine der interessantesten Geschichten des Sommers liefert Leonardo Bittencourt.
Der 32-Jährige kehrte nach 14 Jahren zu Energie Cottbus zurück. Dort hatte er als Jugendlicher seine Profikarriere begonnen. Seit seinem Abschied aus der Lausitz absolvierte Bittencourt 304 Bundesliga-Spiele für Vereine wie Borussia Dortmund, Köln und Bremen.
Nun soll seine Erfahrung dem Aufsteiger beim Klassenerhalt helfen. Bittencourt trägt in Cottbus direkt Verantwortung und startete als Kapitän in die neue Saison.
Der Auftakt verlief für Energie hervorragend. Cottbus schlug Hannover 96 mit 3:1 und holte sofort die ersten drei Punkte.
Bittencourt muss dabei nicht zwingend die meisten Tore erzielen, um einer der wichtigsten Spieler der 2. Bundesliga zu sein. Für eine junge Aufstiegsmannschaft können seine Erfahrung, Technik und Führungsqualität mindestens genauso wertvoll werden.
Branimir Hrgota soll St. Pauli mehr Torgefahr geben
Branimir Hrgota ist ebenfalls ein Spieler, der die Liga bestens kennt.
Der Schwede wechselte im Sommer von Greuther Fürth zum FC St. Pauli. In Fürth absolvierte er insgesamt 238 Pflichtspiele und erzielte in Bundesliga und 2. Bundesliga zusammen 69 Tore. Dazu kommen 41 Vorlagen. Sechs Jahre lang führte er die Mannschaft als Kapitän an.
St. Pauli braucht nach dem Abstieg Spieler, die auch gegen tief verteidigende Mannschaften Lösungen finden. Hrgota kann Räume erkennen, zwischen den Linien spielen und selbst abschließen.
Für die Hamburger könnte seine Erfahrung besonders in engen Spielen wichtig werden. Der Saisonstart mit dem 1:1 gegen Fürth zeigte bereits, dass St. Pauli nicht automatisch durch die Liga marschieren wird.
Felix Klaus bleibt Fürths Schlüsselspieler
Mit dem Abgang von Hrgota ist die Rolle von Felix Klaus bei Greuther Fürth noch wichtiger geworden.
Der 33-Jährige stammt aus der Fürther Jugend und kehrte Anfang 2025 zu seinem früheren Klub zurück. Seitdem entwickelte er sich schnell wieder zu einer zentralen Figur. In 42 Zweitligaspielen sammelte Klaus 25 Scorerpunkte mit elf Toren und 14 Vorlagen.
Er kann über außen spielen, ins Zentrum ziehen und selbst den Abschluss suchen. Vor allem aber besitzt er genügend Erfahrung, um in schwierigen Phasen Verantwortung zu übernehmen.
Fürth wird in dieser Saison nicht über die finanzielle Stärke der großen Aufstiegskandidaten verfügen. Umso wichtiger sind Spieler wie Klaus, die Spiele mit einer einzelnen Aktion verändern können.
Patrick Mainka gibt Heidenheim Stabilität
Nicht jeder Star muss Stürmer sein.
Patrick Mainka gehört seit Jahren zu den wichtigsten Spielern des 1. FC Heidenheim. Der Innenverteidiger absolvierte alle 102 möglichen Bundesliga-Spiele des FCH und ist als Kapitän der klare Führungsspieler der Mannschaft.
Mit 1,94 Metern ist Mainka zudem bei Standards eine echte Gefahr. In Bundesliga und 2. Bundesliga erzielte er bereits zehn Kopfballtore für Heidenheim.
Nach den drei Gegentoren gegen Osnabrück wird seine defensive Rolle besonders wichtig. Wenn Heidenheim tatsächlich um den direkten Wiederaufstieg kämpfen will, muss die Mannschaft über die Saison deutlich stabiler verteidigen.
Louey Ben Farhat steht vor dem nächsten Schritt
Zu den interessantesten jungen Spielern gehört Louey Ben Farhat vom Karlsruher SC.
Der 20-Jährige schaffte in der vergangenen Saison seinen Durchbruch. In 20 Zweitligaspielen erzielte er sechs Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor. Dabei kann er als Zehner, zweite Spitze oder zentraler Angreifer eingesetzt werden.
Ben Farhat ist damit ein anderer Typ als die erfahrenen Stars aus Wolfsburg oder Heidenheim. Bei ihm geht es vor allem um die Frage, wie groß der nächste Entwicklungsschritt ausfällt.
Kann er seine Leistungen über eine komplette Saison bestätigen, könnte er zu einem der spannendsten jungen 2. Bundesliga Stars 2026/27 werden.
Mërgim Berisha sucht beim FCK seine alte Form
Auch Mërgim Berisha gehört zu den bekannten Namen der Liga. Der Stürmer des 1. FC Kaiserslautern spielte bereits für Salzburg, Fenerbahçe, Augsburg und Hoffenheim und kam zweimal für die deutsche Nationalmannschaft zum Einsatz.
Beim FCK verlief sein erstes Halbjahr noch nicht optimal. In elf Spielen gelangen ihm zwei Tore und eine Vorlage. Das Potenzial für deutlich mehr ist aber vorhanden.
Am ersten Spieltag gehörte Berisha mit 25 Sprints zu den aktivsten Spielern der gesamten Liga.
Kaiserslautern braucht seine Tore, wenn der Klub länger im oberen Tabellenbereich bleiben will. Findet Berisha wieder zu seiner besten Form, kann er im Laufe der Saison noch eine deutlich größere Rolle spielen.
Zoma setzt nach dem ersten Spieltag das erste Ausrufezeichen
Vor Saisonbeginn standen vor allem die bekannten Namen aus Wolfsburg, Heidenheim und St. Pauli im Mittelpunkt. Nach dem ersten Wochenende hat sich Mohamed Alì Zoma jedoch sofort nach vorne gespielt.
Drei Tore in einem Spiel sind ein perfekter Start. Trotzdem dürfte die Frage nach den besten Spielern der 2. Bundesliga erst im Laufe der kommenden Monate beantwortet werden.
Wolfsburg besitzt mit Reese, Glatzel und Arnold gleich mehrere mögliche Unterschiedsspieler. Heidenheim kann auf Zivzivadze und Mainka bauen. Bittencourt übernimmt in Cottbus eine besondere Führungsrolle, während Spieler wie Ben Farhat für die nächste Generation stehen.
Genau diese Mischung aus etablierten Profis, Torjägern und jungen Talenten macht die 2. Bundesliga 2026/27 auch individuell interessant.

