Vier Ausfälle drohen: Hält Herthas perfekte Serie auch gegen Fürth?
Hertha BSC hat einen perfekten Start in die neue Zweitliga-Saison hingelegt. Sechs Spiele, sechs Siege und Platz eins – besser hätte es für die Mannschaft von Stefan Leitl kaum laufen können. Vor dem Heimspiel gegen Greuther Fürth gibt es nun allerdings erstmals größere personelle Sorgen.
Mit Deyovaisio Zeefuik, Linus Gechter, Márton Dárdai und Gustaf Nilsson sind gleich vier Spieler angeschlagen. Vor allem in der Defensive könnte Stefan Leitl dadurch zu Veränderungen gezwungen sein.
Für Hertha BSC kommt die Situation zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Berliner wollen ihren Rhythmus nach der Länderspielpause unbedingt beibehalten und die beeindruckende Siegesserie fortsetzen.
Herthas Defensive könnte neu aussehen
Besonders die möglichen Ausfälle von Linus Gechter und Márton Dárdai wären bitter.
Beide gehören zu den Spielern, die Herthas Defensive in den vergangenen Wochen Stabilität gegeben haben. Auch Deyovaisio Zeefuik bringt mit seiner Dynamik und Aggressivität wichtige Qualitäten in die Mannschaft.
Sollten mehrere dieser Spieler gleichzeitig fehlen, müsste Stefan Leitl seine Abwehr gegen Greuther Fürth neu zusammensetzen.
Gerade nach einer längeren Pause ist das keine ideale Ausgangslage. Automatismen müssen schnell wieder funktionieren, obwohl möglicherweise eine andere Formation auf dem Platz steht.
Gustaf Nilsson bleibt ebenfalls fraglich
Auch im Angriff gibt es ein Fragezeichen.
Gustaf Nilsson konnte zuletzt nicht vollständig mit der Mannschaft trainieren. Der Stürmer ist für Hertha BSC vor allem durch seine körperliche Präsenz und seine Arbeit gegen den Ball wichtig.
Sollte auch er ausfallen, müsste Stefan Leitl die Offensive ebenfalls anpassen.
Der Berliner Kader bietet genügend Alternativen, doch vier mögliche Ausfälle auf einmal wären selbst für den Tabellenführer keine Kleinigkeit.
Die perfekte Serie bringt zusätzlichen Druck
Hertha BSC hat sich mit dem Traumstart selbst eine neue Ausgangslage geschaffen.
Nach sechs Siegen in Folge wird inzwischen jedes Spiel auch unter dem Gesichtspunkt betrachtet, ob die Serie weitergeht. Gegen Greuther Fürth sind die Berliner klar in der Favoritenrolle – unabhängig von der personellen Situation.
Genau darin liegt die nächste Herausforderung.
Hertha muss zeigen, dass die Mannschaft auch mit Veränderungen stabil bleibt und nicht von einer festen Startelf abhängig ist. Für Stefan Leitl ist das eine gute Gelegenheit zu sehen, wie breit sein Kader tatsächlich aufgestellt ist.
Fürth wird zum nächsten Test
Greuther Fürth dürfte versuchen, die möglichen Abstimmungsprobleme in der Berliner Defensive auszunutzen. Hertha BSC muss deshalb von Beginn an konzentriert auftreten.
Die sechs Siege zum Saisonstart haben gezeigt, dass die Mannschaft Rückstände verkraften und enge Spiele drehen kann. Nun kommt eine andere Aufgabe hinzu: eine Siegesserie nach einer langen Unterbrechung wieder aufzunehmen.
Ob alle vier angeschlagenen Spieler tatsächlich ausfallen, dürfte sich erst kurzfristig entscheiden.
Fest steht aber schon jetzt: Der Tabellenführer geht erstmals in dieser Saison mit größeren personellen Fragezeichen in ein Ligaspiel.


