Fünf Spiele ohne Sieg: Wie groß wird der Druck auf KSC-Trainer Maximilian Senft?
Beim Karlsruher SC wird die Lage zunehmend unangenehm. Nach einem gelungenen Saisonauftakt wartet die Mannschaft inzwischen seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg. Sechs Spiele, fünf Punkte und bereits zwölf Gegentore sind deutlich weniger, als sich der KSC zum Start in die neue Zweitliga-Saison vorgestellt hatte.
Damit rückt automatisch auch Trainer Maximilian Senft stärker in den Mittelpunkt. Noch gibt es keinen offenen Trainerstreit in Karlsruhe. Doch vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli wird deutlich: Der KSC braucht nicht nur eine bessere Leistung, sondern vor allem wieder ein Ergebnis.
Viel Intensität, aber zu wenig Ertrag
Das Grundproblem ist nicht fehlender Einsatz.
Karlsruhe läuft viel, arbeitet intensiv gegen den Ball und gehört bei mehreren physischen Werten zu den auffälligeren Mannschaften der 2. Bundesliga. Trotzdem spiegelt sich dieser Aufwand kaum in der Tabelle wider.
Der KSC schafft es zu selten, gute Phasen konsequent auszunutzen. Gleichzeitig wird die Mannschaft defensiv immer wieder für einzelne Fehler bestraft.
Sechs eigene Treffer nach sechs Spieltagen sind ebenfalls kein überzeugender Wert. Gerade offensiv fehlt es an Konstanz und klaren Lösungen, wenn der Gegner kompakt verteidigt.
Für Maximilian Senft wird deshalb zunehmend die Frage wichtig, ob seine Mannschaft neben dem ursprünglichen Plan auch genügend Alternativen besitzt.
Broschinskis Ausfall bleibt ein Problem
Die Verletzung von Moritz Broschinski hat die Situation zusätzlich verschärft.
Der Angreifer hatte sich schnell in die Mannschaft eingefügt und sollte dem Karlsruher Spiel mehr Präsenz im Sturmzentrum geben. Sein langfristiger Ausfall nimmt Maximilian Senft eine wichtige Option.
Der Verein schaut deshalb weiterhin nach möglichen Verstärkungen. Gleichzeitig wurde klar kommuniziert, dass Karlsruhe nicht irgendeinen verfügbaren Stürmer verpflichten will. Ein Neuzugang müsste sofort helfen können.
Bis dahin muss Senft mit dem vorhandenen Personal Lösungen finden.
Gegen St. Pauli steigt der Druck
Das kommende Spiel gegen den FC St. Pauli bekommt dadurch zusätzliche Bedeutung.
Noch befindet sich die Saison in einer frühen Phase. Trotzdem kann eine Serie von fünf Partien ohne Sieg schnell Eigendynamik entwickeln. Ein Erfolg gegen St. Pauli würde sofort für Ruhe sorgen und könnte der Mannschaft neues Selbstvertrauen geben.
Bleibt der nächste Sieg erneut aus, dürfte die Diskussion über die sportliche Entwicklung dagegen lauter werden.
Dabei geht es nicht nur um die Punkte. Entscheidend wird auch sein, ob Fortschritte auf dem Platz sichtbar sind.
Maximilian Senft braucht jetzt Antworten
Eine Trainerdiskussion nur aufgrund weniger schwacher Ergebnisse wäre zu diesem Zeitpunkt verfrüht. Maximilian Senft befindet sich mit dem KSC weiterhin mitten in einem Entwicklungsprozess.
Aber Fußball bleibt ein Ergebnissport.
Fünf Ligaspiele ohne Sieg, zwölf Gegentore und lediglich fünf Punkte sorgen zwangsläufig dafür, dass genauer hingeschaut wird. Der KSC muss zeigen, dass die intensive Arbeit im Training auch zu einer besseren Balance auf dem Platz führt.
Das Heimspiel gegen St. Pauli ist deshalb noch kein Endspiel für Maximilian Senft. Es ist aber ein wichtiger Test dafür, ob Karlsruhe die negative Entwicklung stoppen kann.


