3:0 gegen Hannover 96: Magdeburg vermiest Sandro Wagner das Pflichtspieldebüt
Sandro Wagner hatte fast drei Wochen Zeit, Hannover 96 auf sein erstes Pflichtspiel als neuer Trainer vorzubereiten. Das Ergebnis fiel dennoch ernüchternd aus. Beim 1. FC Magdeburg verloren die Niedersachsen klar mit 0:3 und fanden über weite Strecken keine Antwort auf die Intensität und Effizienz der Gastgeber.
Für Magdeburg war es dagegen ein überzeugender Nachmittag. Moritz-Broni Kwarteng, Emmanuel Iyoha und Mateusz Żukowski erzielten die Treffer und sorgten dafür, dass der FCM den Kontakt zur Spitzengruppe hält.
Früher Fehler bringt Hannover sofort in Rückstand
Der Start hätte für Sandro Wagner kaum schlechter laufen können.
Bereits in der 3. Minute geriet Hannover 96 in Rückstand. Franz Roggow wollte einen Ball von Torhüter Leo Weinkauf aus der Gefahrenzone bringen, wurde dabei aber von Moritz-Broni Kwarteng überrascht. Der Magdeburger hielt den Fuß hinein und lenkte den Ball zum frühen 1:0 ins Tor.
Hannover reagierte zunächst ordentlich und hatte seine beste Phase direkt danach. Stefan Teitur Thordarson kam nach einer Ecke gefährlich zum Abschluss, doch Magdeburg konnte auf der Linie klären.
Mehr entstand aus der kurzen Druckphase allerdings nicht.
Emmanuel Iyoha erhöht vor der Pause
Mit zunehmender Spielzeit übernahm Magdeburg wieder die Kontrolle.
Mateusz Żukowski und Emmanuel Iyoha scheiterten zunächst noch an Leo Weinkauf, ehe der FCM in der 30. Minute nachlegte.
Żukowski zog ab, Weinkauf konnte den Ball nur nach vorne abwehren und Emmanuel Iyoha reagierte am schnellsten. Der Offensivspieler nutzte den Abpraller konsequent zum 2:0.
Danach hatte Hannover Glück, dass die Partie nicht schon vor der Pause entschieden war. Barış Atik, Mateusz Żukowski und Luka Hyryläinen kamen zu weiteren Möglichkeiten, ließen jedoch die nötige Präzision vermissen.
Wagner reagiert mit Doppelwechsel
Sandro Wagner versuchte zur zweiten Halbzeit, neue Impulse zu setzen.
Mit Husseyn Chakroun und Waniss Taibi kamen zwei frische Offensivspieler. Tatsächlich startete Hannover aktiver in den zweiten Durchgang. Maurice Neubauer und Husseyn Chakroun prüften Magdeburgs Torhüter Dominik Reimann.
Nach dieser kurzen Phase verlor Hannover jedoch erneut den Zugriff.
Magdeburg hatte bereits in der 55. Minute das vermeintliche 3:0 erzielt, doch der Treffer von Mateusz Żukowski wurde nach VAR-Überprüfung wegen Abseits aberkannt.
Marcel Hartel scheitert am Pfosten
Hannovers beste Chance auf ein Comeback hatte Marcel Hartel.
Der Mittelfeldspieler zog rund 20 Minuten vor dem Ende aus der Distanz ab und traf den Pfosten. Ein Anschlusstreffer hätte die Schlussphase vielleicht noch einmal interessant machen können.
Stattdessen blieb Magdeburg ruhig und wartete auf Räume.
Diese entstanden zwangsläufig, weil Hannover immer mehr riskieren musste.
Żukowski setzt den Schlusspunkt
In der 86. Minute machte Mateusz Żukowski endgültig alles klar.
Der Magdeburger startete einen langen Sololauf aus der eigenen Hälfte, nutzte die völlig offene Hannoveraner Defensive und traf zum 3:0-Endstand.
Für den FCM war der Sieg auch in dieser Höhe verdient. Magdeburg wirkte wacher, körperlich präsenter und vor dem Tor deutlich effizienter.
Für Sandro Wagner endet das erste Pflichtspiel dagegen mit einem deutlichen Rückschlag. Hannover zeigte zwar einzelne gute Phasen, wirkte insgesamt aber weiterhin zu fehleranfällig und offensiv zu harmlos.
Vor der Heimpremiere gegen den FC St. Pauli wartet auf den neuen Trainer noch viel Arbeit.


