Später Ausgleich in Osnabrück: Dynamo Dresden verpasst den ersten Auswärtssieg
Dynamo Dresden hat beim VfL Osnabrück einen wichtigen Auswärtssieg kurz vor Schluss noch aus der Hand gegeben. Die Mannschaft von Thomas Stamm führte lange mit 1:0, musste in der 87. Minute jedoch den Ausgleich hinnehmen und sich am Ende mit einem 1:1 begnügen.
Für Dynamo ist das Ergebnis besonders bitter. Die Gäste waren über weite Strecken die aktivere Mannschaft, kontrollierten große Teile der Partie und standen defensiv stabiler als in den vergangenen Wochen. Der erhoffte Befreiungsschlag blieb trotzdem aus.
Niklas Hauptmann bringt Dynamo verdient in Führung
Dresden begann selbstbewusst und hatte früh deutlich mehr Ballbesitz. Nach rund 20 Minuten lag der Anteil zeitweise bei etwa 75 Prozent.
Vor allem Jonas Sterner sorgte über die rechte Seite immer wieder für Gefahr. Der 22-Jährige war auch entscheidend an der Führung beteiligt.
Nach einem Doppelpass mit Tobias Raschl spielte Jonas Sterner den Ball in den Lauf von Niklas Hauptmann. Der Dynamo-Kapitän blieb vor Osnabrücks Torhüter Jonas Krumrey ruhig und erzielte in der 38. Minute das verdiente 1:0.
Kurz vor der Pause hätte Osnabrück allerdings beinahe ausgeglichen. Adrian Beck kam nach einer Hereingabe zum Abschluss, nahm seinem besser positionierten Mitspieler Bernd Riesselmann dabei jedoch praktisch die Chance aus kurzer Distanz. Lennart Grill konnte den Ball aufnehmen.
Lennart Grill überrascht im Dynamo-Tor
Thomas Stamm hatte vor dem Spiel für eine Überraschung gesorgt.
Statt Tim Schreiber stand Lennart Grill zwischen den Pfosten. Der bisherige dritte Torhüter erhielt nach 14 Gegentoren in den ersten sechs Ligaspielen seine Chance.
Die Maßnahme funktionierte zunächst.
Dresden verteidigte kompakt und ließ Osnabrück lange kaum zu gefährlichen Abschlüssen kommen. Auch nach der Pause war die SGD zunächst näher am zweiten Treffer. Robert Wagner verfehlte das Tor kurz nach Wiederbeginn nur knapp.
Osnabrücks Wechsel verändern das Spiel
VfL-Trainer Timo Schultz reagierte nach gut einer Stunde mit mehreren Wechseln.
Unter anderem kam Ismael Badjie in die Partie und brachte sofort mehr Tempo in das Osnabrücker Offensivspiel. Dresden verlor zunehmend die Kontrolle, während die Gastgeber immer mehr Druck entwickelten.
Lange hielt die Dresdner Defensive stand.
Drei Minuten vor dem Ende kam dann aber doch der Rückschlag. Konrad Faber flankte in den Strafraum und Robin Fabinski köpfte aus kurzer Distanz zum 1:1 ein.
Für Dynamo blieb kaum noch Zeit für eine Antwort.
Dynamo Dresden bleibt im Tabellenkeller
Der Punkt ist für Dresden angesichts des Spielverlaufs zu wenig.
Die Mannschaft zeigte über weite Strecken eine bessere Leistung als zuletzt und präsentierte sich defensiv stabiler. Gleichzeitig bleibt aber ein bekanntes Problem bestehen: Gute Phasen werden nicht konsequent genug in Siege verwandelt.
Für den VfL Osnabrück fühlt sich das 1:1 dagegen eher wie ein gewonnener Punkt an. Der Aufsteiger blieb lange unter seinen Möglichkeiten, kämpfte sich in der Schlussphase aber zurück.
Dynamo Dresden wartet damit weiterhin auf den ersten Auswärtssieg der Saison und bleibt im unteren Tabellenbereich.


