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Aufstiegsfavoriten der 2. Bundesliga 2026/27

August 6, 2026 · KlausHuber
Aufstiegsfavoriten der 2. Bundesliga 202627

Die Aufstiegsfavoriten der 2. Bundesliga 2026/27

Die neue Saison beginnt mit einer klaren Ausgangslage, aber ohne eine sichere Prognose. Der VfL Wolfsburg geht als größter Favorit in die 2. Bundesliga 2026/27. Dahinter wartet eine breite Gruppe ambitionierter Vereine, die ebenfalls um die ersten drei Plätze kämpfen will.

Neben den Bundesliga-Absteigern 1. FC Heidenheim und FC St. Pauli gehört vor allem Hannover 96 zum engeren Kreis der Aufstiegskandidaten. Hertha BSC, Holstein Kiel, der 1. FC Nürnberg und weitere Traditionsvereine könnten ebenfalls in das Rennen eingreifen.

Die Qualität im Kader allein wird den Aufstieg jedoch nicht entscheiden. In einer langen Zweitliga-Saison sind Konstanz, defensive Stabilität und der Umgang mit Rückschlägen mindestens genauso wichtig.

VfL Wolfsburg ist der klare Aufstiegsfavorit

Unter den Aufstiegsfavoriten der 2. Bundesliga 2026/27 nimmt der VfL Wolfsburg eine besondere Rolle ein. Der Absteiger verfügt über die größten finanziellen Möglichkeiten, einen hochkarätig besetzten Kader und zahlreiche Spieler mit Bundesliga-Erfahrung.

Wolfsburg hat nach fast drei Jahrzehnten in der höchsten deutschen Spielklasse den Gang in die 2. Bundesliga antreten müssen. Der direkte Wiederaufstieg ist deshalb nicht nur ein sportliches Ziel, sondern beinahe eine Pflicht.

Auch auf dem Transfermarkt wurde deutlich, welche Richtung der Verein einschlagen will. Mit Fabian Reese, Robert Glatzel, Hauke Wahl und Timon Wellenreuther kamen Spieler, die Erfahrung, Qualität und genaue Kenntnisse der Liga mitbringen.

Reese gehört zu den auffälligsten Offensivspielern der vergangenen Zweitliga-Jahre. Glatzel hat seine Torgefahr bereits mehrfach bewiesen. Wahl soll der Defensive Stabilität geben, während Wellenreuther im Tor für Sicherheit sorgen kann.

Auf dem Papier besitzt kein anderer Zweitligist einen ähnlich tiefen Kader. Genau darin liegt jedoch auch die Herausforderung. Wolfsburg wird in fast jedem Spiel als Favorit antreten. Viele Gegner werden tief verteidigen und auf schnelle Gegenangriffe warten.

Der Klub muss deshalb beweisen, dass er nicht nur über individuelle Qualität verfügt, sondern auch die Geduld und körperliche Präsenz für den Zweitliga-Alltag mitbringt. Gelingt das, führt der Weg zum Aufstieg nur schwer am VfL Wolfsburg vorbei. Auch Sportschau und Bundesliga.de sehen die Niedersachsen als klaren Topfavoriten.

1. FC Heidenheim setzt auf Erfahrung und Kontinuität

Der 1. FC Heidenheim gehört ebenfalls zu den wichtigsten Aufstiegskandidaten der 2. Bundesliga. Nach dem Abstieg besitzt der Verein einen entscheidenden Vorteil: eine klare sportliche Struktur.

Trainer Frank Schmidt kennt den Klub wie kaum ein anderer Coach im deutschen Profifußball. Heidenheim steht seit Jahren für eine eingespielte Mannschaft, hohe Laufbereitschaft, gefährliche Standards und große Widerstandsfähigkeit.

Im Vergleich zu Wolfsburg ist der Kader weniger prominent besetzt. Dafür kennt der Verein die Anforderungen der 2. Bundesliga genau. Heidenheim muss seine Spielidee nicht vollständig neu entwickeln und dürfte gerade zu Saisonbeginn schnell konkurrenzfähig sein.

Ein wichtiger Faktor wird sein, wie der Klub den Bundesliga-Abstieg verarbeitet. Mannschaften, die nach einem Rückschlag zu lange an der vergangenen Saison festhalten, verlieren in der zweiten Liga schnell den Anschluss. Heidenheim hat in der Vergangenheit allerdings oft gezeigt, dass der Verein mit schwierigen Phasen umgehen kann.

Für den direkten Aufstieg benötigt die Mannschaft mehr Konstanz in der Offensive. Viele enge Spiele werden durch einzelne Aktionen entschieden. Wenn Heidenheim seine Heimstärke zurückgewinnt und auswärts regelmäßig punktet, ist ein Platz unter den ersten drei realistisch.

FC St. Pauli will den direkten Wiederaufstieg

Auch der FC St. Pauli zählt nach dem Bundesliga-Abstieg automatisch zum Kreis der Favoriten. Der Verein kennt die 2. Bundesliga, verfügt über ein starkes Umfeld und wird von einer großen Anhängerschaft getragen.

St. Pauli muss allerdings mehrere Veränderungen im Kader auffangen. Spielerabgänge und neue Rollen können gerade in den ersten Wochen für Schwankungen sorgen. Entscheidend ist, wie schnell eine stabile Mannschaft entsteht.

Mit Branimir Hrgota kam ein erfahrener Offensivspieler, der Spiele durch seine Technik und Ruhe entscheiden kann. Marcus Mathisen bringt zusätzliche Zweikampfstärke und Erfahrung für die Defensive mit.

Der FC St. Pauli wird versuchen, seine intensive Spielweise auch in der neuen Saison auf den Platz zu bringen. Gegen viele Gegner dürfte der Klub mehr Ballbesitz haben als in der Bundesliga. Damit verändern sich die Anforderungen: Statt hauptsächlich kompakt zu verteidigen, muss die Mannschaft häufiger selbst Lösungen gegen tief stehende Teams finden.

Die Qualität für den Aufstieg ist vorhanden. Ob St. Pauli ganz oben landet, hängt vor allem davon ab, wie schnell die neue Mannschaft zusammenfindet und ob sie genügend Tore erzielt.

Hannover 96 gehört zum engsten Favoritenkreis

Hannover 96 ist der stärkste Aufstiegskandidat unter den Mannschaften, die bereits in der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga spielten.

Der Verein verfügt über ein großes Stadion, ein erfahrenes Umfeld und einen Kader, der grundsätzlich für die oberen Tabellenplätze geeignet ist. In den vergangenen Jahren fehlte jedoch häufig die nötige Konstanz.

Gute Phasen wurden immer wieder von unnötigen Punktverlusten unterbrochen. Gerade gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel ließ Hannover zu viele Zähler liegen. Genau das muss sich ändern, wenn der Aufstieg in die Bundesliga gelingen soll.

Hannover besitzt genügend individuelle Qualität, um Spiele zu kontrollieren und offensiv Druck zu erzeugen. Die entscheidende Frage lautet, ob die Mannschaft über 34 Spieltage stabil bleibt.

Während Wolfsburg mit einem deutlich stärkeren Kader startet, könnte Hannover von seiner Erfahrung in der Liga profitieren. Der Verein kennt die Stadien, Gegner und typischen Spielverläufe der 2. Bundesliga. Auch in aktuellen Saisonprognosen wird Hannover direkt hinter Wolfsburg zu den heißesten Kandidaten gezählt.

Hertha BSC bleibt eine schwer einzuschätzende Mannschaft

Hertha BSC müsste aufgrund der Größe des Vereins und der individuellen Möglichkeiten grundsätzlich zu den 2. Bundesliga Aufstiegsfavoriten gehören. Vor dem Saisonstart bleiben jedoch viele Fragen offen.

Die Berliner haben mit Fabian Reese, Tjark Ernst und Michaël Cuisance wichtige Spieler verloren. Auch Kennet Eichhorn verließ den Klub. Diese Abgänge schwächen mehrere zentrale Mannschaftsteile.

Hertha besitzt weiterhin interessante Spieler und viel Talent. Der Kader wirkt jedoch weniger ausgeglichen als bei Wolfsburg, Heidenheim oder St. Pauli.

Besonders in der Offensive muss sich zeigen, wer dauerhaft Verantwortung übernimmt. Oluwaseun Adewumi kann neue Dynamik bringen, allein wird er die entstandenen Lücken aber nicht schließen.

Für Hertha spricht, dass junge Spieler im Laufe einer Saison große Entwicklungsschritte machen können. Gegen den Verein spricht der hohe Druck im Umfeld. Nach einigen schwächeren Ergebnissen entsteht in Berlin schnell Unruhe.

Hertha ist deshalb kein klarer Favorit, aber weiterhin ein ernst zu nehmender Kandidat. Gelingt ein guter Start und bleibt die Mannschaft stabil, ist der Kampf um Platz drei möglich. Sportschau bezeichnet den Klub aufgrund der prominenten Abgänge vorerst als schwer berechenbare Wundertüte.

Holstein Kiel kann wieder oben angreifen

Holstein Kiel gehört zu den Mannschaften, die nicht immer zuerst genannt werden, aber das Potenzial für eine starke Saison besitzen.

Der Verein hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er mit klarer Spielidee und guter Kaderplanung auch finanziell stärkere Konkurrenten hinter sich lassen kann. Mit Faride Alidou kam ein schneller und technisch starker Offensivspieler. Sebastian Schonlau bringt Erfahrung und Führungsqualität in die Abwehr.

Kiel dürfte erneut versuchen, Spiele mutig aufzubauen und früh Druck auf den Gegner auszuüben. Gelingt es, defensiv stabiler zu werden, kann die Mannschaft lange im Aufstiegsrennen bleiben.

Im Vergleich zu Wolfsburg oder Hannover ist die Breite des Kaders kleiner. Verletzungen wichtiger Spieler könnten deshalb stärker ins Gewicht fallen. In Bestbesetzung ist Kiel jedoch ein Kandidat für die ersten fünf Plätze.

1. FC Nürnberg als möglicher Herausforderer

Der 1. FC Nürnberg startet ebenfalls mit großen Erwartungen in die neue Saison. Der Traditionsverein verfügt über eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft und hat das Potenzial, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen.

Die entscheidende Frage ist, ob Nürnberg seine Leistungen über längere Zeit bestätigen kann. Junge Mannschaften spielen häufig spektakulär, verlieren aber auch Punkte durch individuelle Fehler oder mangelnde Erfahrung.

Der FCN muss defensiv stabiler werden und enge Spiele häufiger für sich entscheiden. Gelingt dieser Schritt, ist auch ein Angriff auf den Relegationsplatz denkbar.

In einigen Prognosen wird Nürnberg bereits direkt hinter dem engeren Favoritenkreis geführt. Das zeigt, dass der Mannschaft eine positive Entwicklung zugetraut wird.

Darmstadt, Kaiserslautern und Bochum warten auf ihre Chance

Hinter den größten Favoriten gibt es weitere Mannschaften, die bei einem guten Saisonverlauf oben mitspielen können.

Der SV Darmstadt 98 besitzt viel Zweitliga-Erfahrung und hat den Kader mit Spielern wie Noah Weißhaupt und Christopher Lannert verstärkt. Die Mannschaft ist körperlich stark und kann besonders bei Standards gefährlich werden.

Der 1. FC Kaiserslautern gehört aufgrund seiner Heimstärke und der Atmosphäre auf dem Betzenberg immer zu den unangenehmsten Gegnern der Liga. Für einen echten Aufstiegskampf muss der FCK jedoch auswärts konstanter punkten.

Auch der VfL Bochum ist nicht vollständig abzuschreiben. Nach der schwierigen vergangenen Saison wurde der Kader verändert. Daniel Hanslik, Karol Mets und Christian Rasmussen sollen neue Qualität bringen.

Bochum muss allerdings erst beweisen, dass die Mannschaft über einen längeren Zeitraum stabil auftreten kann. Für den direkten Aufstieg zählt der Verein vor Saisonbeginn deshalb nicht zum engsten Favoritenkreis.

Wer steigt in die Bundesliga auf?

Vor dem ersten Spieltag spricht am meisten für den VfL Wolfsburg. Der Kader ist individuell am stärksten und besitzt genügend Tiefe, um Ausfälle besser aufzufangen als die Konkurrenz.

Dahinter ist die Prognose deutlich schwieriger. Heidenheim überzeugt durch Kontinuität und Erfahrung. St. Pauli bringt Qualität und ein starkes Umfeld mit. Hannover 96 kennt die Liga und besitzt das Potenzial, endlich eine konstante Saison zu spielen.

Hertha, Kiel und Nürnberg gehören zur nächsten Gruppe. Alle drei können um den Aufstieg kämpfen, müssen dafür aber mehrere offene Fragen beantworten.

Unsere Prognose vor dem Saisonstart:

  1. VfL Wolfsburg
  2. 1. FC Heidenheim
  3. Hannover 96
  4. FC St. Pauli
  5. Holstein Kiel
  6. Hertha BSC

Diese Reihenfolge ist keine Vorhersage der endgültigen Tabelle. Sie zeigt lediglich, welche Mannschaften vor dem ersten Spieltag die besten Voraussetzungen besitzen.

Ein enges Rennen hinter Wolfsburg

Die Ausgangslage vor der 2. Bundesliga Saison 2026/27 ist ungewöhnlich. Es gibt einen klaren Topfavoriten, dahinter aber mehrere nahezu gleich starke Aufstiegskandidaten.

Wolfsburg muss mit dem Druck umgehen, jedes Spiel gewinnen zu sollen. Heidenheim und St. Pauli müssen den Abstieg schnell verarbeiten. Hannover will endlich den nächsten Schritt machen. Gleichzeitig warten Hertha, Kiel, Nürnberg und weitere Vereine auf ihre Chance.

Genau diese Mischung macht die 2. Bundesliga so schwer vorhersehbar. Ein schlechter Saisonstart kann einen Favoriten früh zurückwerfen. Eine Mannschaft mit guter Form und wenigen Verletzungen kann dagegen schnell in das Aufstiegsrennen hineinwachsen.

Die ersten Wochen werden zeigen, welche Teams ihren Erwartungen gerecht werden. Sicher ist vor dem Start nur eines: Hinter dem VfL Wolfsburg ist der Kampf um die Bundesliga-Plätze vollkommen offen.