Was sind die größten Stadien der 2. Bundesliga-Saison 2026/27?
Die Stadien der 2. Bundesliga gehören auch in der Saison 2026/27 zu den spannendsten Spielorten im deutschen Profifußball. Traditionsvereine wie Hertha BSC, der 1. FC Nürnberg und der 1. FC Kaiserslautern tragen ihre Heimspiele in Arenen aus, die problemlos auch Bundesliga-Niveau haben.
Das größte Stadion der 2. Bundesliga steht in Berlin. Dahinter folgen mehrere bekannte Spielstätten mit Kapazitäten von rund 50.000 Zuschauern. Gleichzeitig gibt es auch kleinere, kompakte Stadien wie die Voith-Arena in Heidenheim, in denen die Fans besonders nah am Spielfeld sitzen.
Die größten Stadien der 2. Bundesliga im Überblick
| Rang | Verein | Stadion | Kapazität |
|---|---|---|---|
| 1 | Hertha BSC | Olympiastadion | 74.649 |
| 2 | 1. FC Nürnberg | Max-Morlock-Stadion | 50.000 |
| 3 | 1. FC Kaiserslautern | Fritz-Walter-Stadion | 49.350 |
| 4 | Hannover 96 | Heinz von Heiden Arena | 49.000 |
| 5 | Karlsruher SC | BBBank Wildpark | 32.190 |
| 6 | Dynamo Dresden | Rudolf-Harbig-Stadion | 32.085 |
| 7 | 1. FC Magdeburg | Avnet Arena | 30.098 |
| 8 | FC St. Pauli | Millerntor-Stadion | 29.546 |
| 9 | VfL Wolfsburg | Volkswagen Arena | 28.917 |
| 10 | VfL Bochum | Vonovia Ruhrstadion | 27.599 |
Die Kapazitäten zeigen, wie groß die Unterschiede innerhalb der Liga sind. Während in Berlin mehr als 70.000 Zuschauer Platz finden, fasst das kleinste Stadion der Saison nur 15.000 Besucher.
Olympiastadion Berlin: Das größte Stadion der 2. Bundesliga
Mit Abstand an der Spitze steht das Olympiastadion von Hertha BSC. Die Arena bietet laut Bundesliga-Angaben Platz für 74.649 Zuschauer und ist damit das größte Stadion der 2. Bundesliga 2026/27. Hertha selbst nennt aktuell eine Kapazität von 73.856 Plätzen. Die leichte Abweichung hängt mit unterschiedlichen Veranstaltungskonfigurationen zusammen.
Das Olympiastadion gehört zu den bekanntesten Fußballarenen Deutschlands. Es war Austragungsort des WM-Finales 2006, des Champions-League-Finales 2015 und des EM-Finales 2024. Außerdem wird dort traditionell das DFB-Pokalfinale ausgetragen.
Für Hertha ist die Größe allerdings Fluch und Segen zugleich. Bei großen Spielen entsteht eine beeindruckende Kulisse, gleichzeitig ist es deutlich schwieriger, eine Arena dieser Dimension regelmäßig zu füllen.
Max-Morlock-Stadion: 50.000 Plätze in Nürnberg
Das Max-Morlock-Stadion ist mit 50.000 Plätzen die zweitgrößte Arena der Liga. Es ist die Heimstätte des 1. FC Nürnberg und gehört ebenfalls zu den traditionsreichsten Fußballstadien Deutschlands.
Das Stadion fällt vor allem durch seine achteckige Form auf. Für Ligaspiele stehen 36.771 Sitzplätze und 13.229 Stehplätze zur Verfügung.
Nürnberg besitzt traditionell eine große Fanbasis. Gerade bei wichtigen Heimspielen entwickelt sich im Max-Morlock-Stadion eine intensive Atmosphäre. Der Verein plant zudem einen umfassenden Stadionumbau, wobei auch künftig mit rund 50.000 Plätzen gerechnet wird.
Fritz-Walter-Stadion: Der Betzenberg bleibt besonders
Kaum ein Stadion ist so eng mit seinem Verein verbunden wie das Fritz-Walter-Stadion mit dem 1. FC Kaiserslautern.
Der „Betzenberg“ bietet 49.327 beziehungsweise rund 49.350 Zuschauern Platz und ist damit eines der größten Stadien der 2. Bundesliga.
Die Besonderheit liegt aber weniger in der reinen Kapazität als in der Atmosphäre. Das Stadion liegt erhöht über Kaiserslautern und gilt seit Jahrzehnten als einer der unangenehmsten Auswärtsorte im deutschen Fußball.
In der Saison 2025/26 kamen im Schnitt mehr als 46.000 Zuschauer zu den Heimspielen des FCK. Für eine Stadt mit knapp über 100.000 Einwohnern ist das bemerkenswert und zeigt, welchen Stellenwert der Verein in der Region besitzt.
Heinz von Heiden Arena: Große Kulisse in Hannover
Mit 49.000 Plätzen folgt die Heinz von Heiden Arena von Hannover 96 nur knapp hinter Kaiserslautern.
Das Stadion hat eine lange Geschichte und war unter anderem Austragungsort bei den Weltmeisterschaften 1974 und 2006. Auch bei der Europameisterschaft 1988 wurden dort Spiele ausgetragen.
Hannover zählt regelmäßig zu den zuschauerstärksten Vereinen der Liga. In der vergangenen Saison lag der Heimdurchschnitt bei mehr als 42.000 Fans.
Karlsruhe und Dresden knapp über 32.000
Hinter den vier großen Arenen folgt ein deutlicher Abstand.
Der BBBank Wildpark des Karlsruher SC bietet 32.190 Plätze. Das Stadion wurde in den vergangenen Jahren vollständig modernisiert und 2023 offiziell neu eröffnet.
Fast gleich groß ist das Rudolf-Harbig-Stadion von Dynamo Dresden mit 32.085 Plätzen. Dynamo gehört unabhängig von der Liga traditionell zu den zuschauerstärksten Vereinen im Osten Deutschlands. In der vergangenen Saison lag der Zuschauerschnitt bei über 30.000.
Magdeburg, St. Pauli und Wolfsburg folgen
Die Avnet Arena in Magdeburg fasst 30.098 Zuschauer. Damit überschreitet sie knapp die Marke von 30.000 Plätzen.
Das Millerntor-Stadion des FC St. Pauli kommt auf 29.546 Plätze. Besonders auffällig ist der hohe Anteil an Stehplätzen: Rund 16.940 Zuschauer können die Spiele im Stehen verfolgen. Genau das trägt zur besonderen Atmosphäre am Millerntor bei.
Die Volkswagen Arena des VfL Wolfsburg bietet 28.917 Plätze. Nach fast drei Jahrzehnten Bundesliga gehört die moderne Arena 2026/27 erstmals wieder zu den 2. Bundesliga Stadien.
Das Vonovia Ruhrstadion in Bochum
Der VfL Bochum trägt seine Heimspiele im Vonovia Ruhrstadion aus. Die Arena an der Castroper Straße fasst 27.599 Zuschauer.
Das Stadion ist deutlich kompakter als Berlin, Nürnberg oder Hannover, zählt aber zu den atmosphärischsten Spielorten der Liga. Die Tribünen liegen nah am Spielfeld, und Bochum konnte in der vergangenen Saison bei mehreren Heimspielen ausverkauft melden.
Weitere Stadien der 2. Bundesliga 2026/27
Auch hinter den Top 10 gibt es mehrere bekannte Arenen.
Arminia Bielefeld spielt in der SchücoArena mit 27.332 Plätzen. Eintracht Braunschweig kommt im Eintracht-Stadion auf 23.325 Zuschauer. Energie Cottbus verfügt im LEAG Energie Stadion über 20.602 Plätze.
Kleiner sind das Merck-Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt mit 17.810, der Sportpark Ronhof in Fürth mit 16.626 und die Bremer Brücke in Osnabrück mit 16.098 Plätzen.
Holstein Kiel spielt im Holstein-Stadion vor maximal 15.036 Zuschauern. Die kleinste Arena der Saison steht allerdings in Heidenheim.
Voith-Arena ist das kleinste Stadion der Liga
Die Voith-Arena des 1. FC Heidenheim verfügt über 15.000 Plätze und ist damit 2026/27 das kleinste Stadion der 2. Bundesliga.
Klein bedeutet dort allerdings nicht automatisch leise. Die Tribünen befinden sich teilweise nur wenige Meter vom Spielfeld entfernt. Außerdem liegt die Arena auf rund 555 Metern Höhe und ist damit das höchstgelegene Stadion im deutschen Profifußball.
Welche Stadien haben die beste Atmosphäre?
Eine objektive Rangliste ist kaum möglich. Größe und Stimmung sind schließlich nicht dasselbe.
Der Betzenberg in Kaiserslautern gehört aufgrund seiner steilen Tribünen und der großen FCK-Fanbasis traditionell zu den lautesten Stadien. Das Millerntor bietet eine ganz andere, aber ebenso markante Atmosphäre.
Auch Dresden, Nürnberg, Bochum und Magdeburg besitzen starke Heimkulissen. Selbst kleinere Stadien wie die Bremer Brücke können durch die Nähe zum Spielfeld lauter wirken als deutlich größere Arenen.
Genau das macht die Stadien der 2. Bundesliga so interessant: Die Liga verbindet riesige Mehrzweckarenen mit klassischen, engen Fußballstadien.
2. Bundesliga bleibt eine Zuschauerliga
Die Größe vieler Spielstätten zeigt, warum die zweite deutsche Liga beim Zuschauerinteresse regelmäßig mit europäischen Erstligen mithalten kann.
Hertha, Nürnberg, Kaiserslautern und Hannover spielen vor Kulissen, die in vielen Ländern selbst für Erstligisten außergewöhnlich wären. Dazu kommen Traditionsvereine wie St. Pauli, Dresden, Bochum und Magdeburg, deren Stadien regelmäßig sehr gut gefüllt sind.
Das größte Stadion der 2. Bundesliga bleibt 2026/27 klar das Berliner Olympiastadion. Für die Atmosphäre reicht ein Blick auf die Kapazität jedoch nicht aus. Gerade die Mischung aus großen Arenen und kleinen, engen Stadien gehört zu den besonderen Merkmalen der Liga.

