„Wir sind ein Top-Team“: Ist Miroslav Kloses FCN jetzt wirklich ein Aufstiegsfavorit?
Beim 1. FC Nürnberg hat sich die Stimmung in wenigen Wochen deutlich verändert. Nach sieben Spieltagen steht der FCN mit 17 Punkten auf Rang zwei der 2. Bundesliga, ist weiterhin ungeschlagen und hat sich längst in der Spitzengruppe festgesetzt.
Nach dem spektakulären 4:4 gegen den VfL Wolfsburg sprach Miroslav Klose erstmals sehr offen darüber, wie er seine Mannschaft inzwischen selbst einschätzt. Als Wolfsburg-Trainer Tobias Strobl den FCN als Top-Team bezeichnete, widersprach Klose nicht.
Im Gegenteil: Der Nürnberger Trainer machte deutlich, dass sich seine Mannschaft inzwischen selbst in dieser Kategorie sieht.
Die Tabelle spricht klar für Nürnberg
Nach sieben Spielen hat der 1. FC Nürnberg 17 Punkte gesammelt. Nur Hertha BSC steht noch besser da.
Der FCN ist damit nicht mehr nur eine positive Überraschung der ersten Wochen. Die Mannschaft von Miroslav Klose bestätigt ihre Form inzwischen regelmäßig und hat auch gegen starke Gegner gezeigt, dass sie auf hohem Niveau mithalten kann.
Besonders beeindruckend ist die offensive Entwicklung.
Nürnberg hat bereits 20 Tore erzielt und gehört damit zu den gefährlichsten Mannschaften der Liga. Mohamed Ali Zoma sorgt regelmäßig für Treffer, während Piet Scobel beim 4:4 gegen Wolfsburg mit zwei Toren ebenfalls zeigte, wie breit die Offensive inzwischen aufgestellt ist.
Das 4:4 gegen Wolfsburg war ein echter Charaktertest
Gerade das Spiel gegen Wolfsburg liefert gute Argumente dafür, Nürnberg ernst zu nehmen.
Der FCN lag zur Pause mit 0:2 zurück und hätte sogar noch deutlicher hinten liegen können. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild komplett.
Piet Scobel traf doppelt, Mohamed Ali Zoma drehte das Spiel endgültig und Nürnberg entwickelte eine Wucht, mit der Wolfsburg zeitweise kaum umgehen konnte.
Dass die Partie am Ende trotzdem 4:4 ausging, zeigt auch die Schwächen. Drei Gegentreffer nach Standards und zwei verspielte Führungen in der Schlussphase dürfen einem echten Spitzenteam nicht regelmäßig passieren.
Trotzdem war die Reaktion nach dem 0:2 ein starkes Signal.
Miroslav Klose bremst nur noch vorsichtig
Miroslav Klose versucht weiterhin, die Erwartungen zu kontrollieren. Von einer Aufstiegsansage will er noch nichts wissen.
Gleichzeitig klingt seine Sprache inzwischen deutlich selbstbewusster.
Der Trainer spricht offen davon, dass sich der FCN als Top-Team versteht. Gleichzeitig erinnert er daran, dass die Mannschaft die Messlatte selbst hochgelegt hat und diese Leistung nun Woche für Woche bestätigen muss.
Genau darin liegt die nächste Herausforderung.
Ist der FCN schon ein Aufstiegsfavorit?
Nach sieben Spieltagen wäre es zu früh, den 1. FC Nürnberg bereits als sicheren Aufsteiger zu sehen.
Aber die Frage, ob der FCN ein ernsthafter Aufstiegskandidat ist, lässt sich inzwischen klar beantworten: ja.
Nürnberg ist ungeschlagen, offensiv stark und hat gegen direkte Konkurrenten gezeigt, dass die Mannschaft auch unter Druck reagieren kann.
Die Defensive bleibt der Bereich, in dem Miroslav Klose noch nachjustieren muss. Wenn der FCN dort stabiler wird und gleichzeitig seine offensive Qualität behält, gibt es keinen Grund, warum Nürnberg nicht bis zum Saisonende um die ersten drei Plätze spielen sollte.
Die Euphorie rund um den Club ist deshalb nachvollziehbar.
Aus einem guten Saisonstart ist inzwischen ein echter Aufstiegskurs geworden.


