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Heidenheim auf Platz drei: Wo der FCH noch besser werden muss

September 23, 2026 · KlausHuber
1. FC Heidenheim auf Platz drei der 2. Bundesliga mit 13 Punkten in der Voith-Arena

13 Punkte, Platz drei – und trotzdem nicht alles rund: Wo Heidenheim noch besser werden muss

Der 1. FC Heidenheim steht nach sechs Spieltagen auf Rang drei der 2. Bundesliga. 13 Punkte, vier Siege, nur eine Niederlage – das sieht nach einem sehr guten Start aus. Und das ist es auch. Trotzdem hat das 2:2 in Bielefeld gezeigt, dass Frank Schmidts Mannschaft noch nicht dort ist, wo sie sein könnte. Das Problem liegt aktuell weniger in der Spielkontrolle als in der Chancenverwertung.

Der Start ist deutlich besser, als es vor wenigen Wochen aussah

Nach dem Pokal-Aus beim Regionalligisten Jeddeloh II und insgesamt 15 Gegentoren in den ersten vier Pflichtspielen war die Stimmung rund um Heidenheim noch eine andere.

Seitdem hat sich die Mannschaft stabilisiert. Aus den folgenden vier Ligaspielen holte der FCH zehn Punkte und arbeitete sich bis auf Rang drei vor. Die Tabelle zeigt aktuell 13 Punkte und ein Torverhältnis von 14:12.

Das ist ein klarer Fortschritt.

Vor allem defensiv wirkt Heidenheim inzwischen geordneter. Die wilden Spiele der ersten Wochen sind seltener geworden, und die Mannschaft lässt sich nicht mehr so leicht aus der Balance bringen.

In Bielefeld hätte das Spiel früher entschieden sein müssen

Genau deshalb war das 2:2 auf der Alm interessant.

Heidenheim war über weite Strecken die bessere Mannschaft. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 2,52 zu 0,49 xGoals und 14:6 Torschüsse zugunsten des FCH.

Trotzdem reichte es nur zu einem Punkt.

Nach dem frühen Rückstand durch Joel Grodowski drehte Heidenheim die Partie durch Budu Zivzivadze und Paul Hennrich noch vor der Pause. Gerade Hennrichs Treffer zum 2:1 war stark herausgespielt.

Danach gab es weitere Möglichkeiten.

Das dritte Tor fiel aber nicht.

Und genau das ärgerte Frank Schmidt. Der Trainer sagte nach der Partie, seine Mannschaft hätte das 3:1 zwingend machen müssen. Heidenheim habe deutlich zu wenig aus seinen Chancen gemacht.

Das neue Problem ist fast schon ein Luxusproblem

Vor einigen Wochen wurde vor allem über die Defensive gesprochen.

Jetzt sieht die Lage anders aus.

Heidenheim kommt zu Chancen, kontrolliert viele Phasen und besitzt genügend Qualität, um Spiele zu dominieren. Das Problem ist inzwischen eher, dass aus dieser Überlegenheit nicht immer genug Tore entstehen.

Das klingt harmloser als eine instabile Abwehr – kann auf Dauer aber genauso Punkte kosten.

In Bielefeld reichte ein abgefälschter Distanzschuss zum 2:2. Danach hatte Heidenheim sogar noch die große Gelegenheit zum Sieg, doch Julian Niehues setzte einen freien Flugkopfball aus kurzer Distanz über das Tor.

Warum Heidenheim trotzdem oben hingehört

Trotzdem sollte man das Ergebnis nicht größer machen, als es ist.

Heidenheim hat 13 Punkte aus sechs Spielen. Die Mannschaft ist Dritter und liegt nur drei Zähler hinter Nürnberg.

Vor allem aber stimmt die Entwicklung.

Der FCH hat nach einem schwierigen Start reagiert, defensiv mehr Stabilität gefunden und spielt inzwischen deutlich kontrollierter.

Jetzt geht es um den nächsten Schritt:

gute Spiele früher entscheiden.

Wenn das gelingt, wird Heidenheim nicht nur wegen der Tabelle zur Spitzengruppe gehören.

Dann könnte der FCH tatsächlich dauerhaft im Aufstiegsrennen bleiben.