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Holstein Kiel weiter sieglos: Der Druck wächst nach sechs Spielen

September 25, 2026 · KlausHuber

Sechs Spiele ohne Sieg: Warum die Lage bei Holstein Kiel immer schwieriger wird

Holstein Kiel wartet auch nach sechs Spieltagen weiter auf den ersten Sieg der neuen Zweitliga-Saison. Das 1:1 gegen den VfL Osnabrück brachte zwar zumindest einen Punkt, doch die sportliche Situation bleibt angespannt. Neben den fehlenden Ergebnissen sorgen zahlreiche Ausfälle und die wachsende Unzufriedenheit im Umfeld dafür, dass die kommenden Wochen für die KSV besonders wichtig werden.

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga war die Erwartung groß, dass Kiel in der 2. Bundesliga schnell wieder eine stabile Rolle spielen könnte. Davon ist die Mannschaft bislang jedoch weit entfernt. Sechs Spiele ohne Sieg sind ein Start, der deutlich hinter den eigenen Ansprüchen zurückbleibt.

Gegen Osnabrück blieb die erhoffte Reaktion aus

Das Heimspiel gegen Osnabrück sollte eigentlich die Gelegenheit bieten, endlich den ersten Dreier einzufahren. Stattdessen musste sich Kiel erneut mit einem Unentschieden zufriedengeben.

Dabei fehlt der Mannschaft derzeit vor allem die Konstanz. Gute Phasen reichen nicht aus, um Spiele über 90 Minuten zu kontrollieren. Gleichzeitig gelingt es Kiel zu selten, aus seinen Möglichkeiten genügend klare Torchancen zu entwickeln.

Nach dem Schlusspfiff wurde deutlich, dass auch bei Teilen der Fans die Geduld langsam kleiner wird. Spieler suchten den Austausch mit den Anhängern und mussten sich die Kritik aus der Kurve anhören.

Noch herrscht keine offene Krise, doch die Stimmung ist längst nicht mehr so ruhig wie zu Saisonbeginn.

Verletzungen erschweren die Arbeit zusätzlich

Trainer und Mannschaft kämpfen gleichzeitig mit personellen Problemen. Mehrere Spieler stehen aktuell nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung.

Gerade für eine Mannschaft, die nach dem Bundesliga-Abstieg ohnehin viele Veränderungen verarbeiten muss, sind solche Ausfälle besonders problematisch. Automatisierte Abläufe lassen sich schwer entwickeln, wenn die Startelf regelmäßig verändert werden muss.

Die fehlende personelle Stabilität erklärt nicht alle Probleme, sie macht die Suche nach Lösungen aber deutlich schwieriger.

Der Bundesliga-Abstieg wirkt noch nach

Kiel befindet sich in einer komplizierten Übergangsphase. Nach einer Saison in der Bundesliga hat sich nicht nur der Kader verändert. Auch die sportlichen Anforderungen sind wieder andere.

In der 2. Bundesliga wird die KSV häufig auf Gegner treffen, die tief verteidigen und Kiel mehr Ballbesitz überlassen. Genau in solchen Spielen muss die Mannschaft selbst Lösungen entwickeln.

Der bisherige Saisonverlauf zeigt, dass diese Anpassung noch nicht abgeschlossen ist.

Gleichzeitig darf der Rückstand nicht zu groß werden. Die 2. Bundesliga ist traditionell eng, doch eine längere Serie ohne Sieg kann schnell dazu führen, dass sich eine Mannschaft dauerhaft im unteren Tabellenbereich festsetzt.

Die Pause kommt für Kiel zur richtigen Zeit

Die aktuelle Länderspielpause bietet Holstein Kiel deshalb eine wichtige Gelegenheit.

Das Trainerteam kann ohne unmittelbaren Spieltagsdruck an taktischen Problemen arbeiten und gleichzeitig hoffen, dass zumindest einige angeschlagene Spieler wieder näher an die Mannschaft herankommen.

Vor allem offensiv benötigt Kiel mehr Klarheit. Die Mannschaft muss es schaffen, längere gute Phasen auch in Tore und letztlich in Siege umzuwandeln.

Denn nach sechs Spielen reicht es nicht mehr, nur auf einzelne positive Ansätze zu verweisen.

Der erste Sieg wird immer wichtiger

Noch besteht kein Grund, die Saison frühzeitig abzuschreiben. Dafür ist die Spielzeit viel zu jung und die Qualität im Kader zu groß.

Doch je länger Holstein Kiel auf den ersten Sieg wartet, desto stärker wächst der Druck.

Nach der Länderspielpause braucht die Mannschaft deshalb vor allem eines: ein Erfolgserlebnis. Ein Sieg könnte schnell für Ruhe sorgen und neues Selbstvertrauen bringen.

Bleibt dieser dagegen weiterhin aus, dürfte die Diskussion über den schwierigen Saisonstart in Kiel deutlich intensiver werden.