Nach acht Monaten zurück: Ivan Prtajin wird beim FCK wieder zur echten Option
Beim 1. FC Kaiserslautern gibt es kurz vor einer wichtigen Phase der Saison eine besonders gute Nachricht: Ivan Prtajin ist zurück auf dem Platz. Rund acht Monate nach seinem Achillessehnenriss feierte der kroatische Stürmer im Testspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach sein Comeback.
Beim 1:1 absolvierte Ivan Prtajin die komplette zweite Halbzeit und hielt damit erstmals seit seiner schweren Verletzung wieder 45 Minuten unter Wettkampfbedingungen durch. Für den 30-Jährigen war das Ergebnis an diesem Abend zweitrangig. Entscheidend war, dass sein Körper die Belastung verkraftete.
Ivan Prtajin war sofort wieder gefährlich
Dass Ivan Prtajin noch Zeit benötigt, war nach einer so langen Pause zu erwarten. Trotzdem deutete der Angreifer bereits an, warum seine Rückkehr für Kaiserslautern so wichtig werden könnte.
Der FCK-Stürmer kam unmittelbar zu einer guten Abschlussmöglichkeit und bewegte sich immer wieder in gefährliche Räume. Nach dem Spiel zeigte sich Ivan Prtajin erleichtert. Er fühle sich gut, müsse aber Schritt für Schritt wieder an seine alte Leistungsfähigkeit herankommen.
Genau diese Geduld dürfte in den kommenden Wochen entscheidend sein.
Vor seiner Verletzung hatte Ivan Prtajin gezeigt, welchen Unterschied er für Kaiserslautern machen kann. In der vergangenen Saison erzielte er in nur 14 Einsätzen elf Tore. Dann stoppte ihn im Januar der Achillessehnenriss.
Torsten Lieberknecht bremst die Erwartungen
Trainer Torsten Lieberknecht will trotz des gelungenen Comebacks nichts überstürzen.
Der FCK wird gemeinsam mit Ivan Prtajin und der medizinischen Abteilung entscheiden, wann der Stürmer wieder bereit für die 2. Bundesliga ist. Nach acht Monaten Pause wäre es riskant, sofort wieder dieselbe Belastung wie vor der Verletzung zu erwarten.
Das Ziel ist deshalb klar: Ivan Prtajin soll dauerhaft zurückkommen – nicht möglichst schnell.
Ob er bereits beim kommenden Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim zum Kader gehört, ist noch offen. Für den Angreifer zählt momentan jeder Trainingstag.
FCK bekommt plötzlich mehr Möglichkeiten im Angriff
Für Torsten Lieberknecht verbessert sich die Situation in der Offensive trotzdem deutlich.
Neben Ivan Prtajin meldete sich auch Naatan Skyttä nach seiner Knieverletzung zurück. Zudem feierte Neuzugang Milos Lukovic gegen Großaspach sein Debüt für Kaiserslautern und erzielte direkt das 1:0.
Damit wächst die Konkurrenz im Angriff gerade zum richtigen Zeitpunkt.
Der FCK trifft im Oktober unter anderem auf den 1. FC Heidenheim, Tabellenführer Hertha BSC und den 1. FC Nürnberg. Gerade in solchen Spielen kann ein zusätzlicher Mittelstürmer mit der Abschlussstärke von Ivan Prtajin entscheidend werden.
Die Rückkehr kommt zum richtigen Zeitpunkt
Noch ist Ivan Prtajin nicht wieder bei 100 Prozent. Niemand beim 1. FC Kaiserslautern sollte nach acht Monaten Pause sofort den alten Torjäger erwarten.
Aber allein seine Rückkehr verändert die Möglichkeiten des FCK.
Wenn Ivan Prtajin in den kommenden Wochen körperlich weiter Fortschritte macht, bekommt Torsten Lieberknecht einen Angreifer zurück, der seine Qualitäten in der 2. Bundesliga bereits nachgewiesen hat.
Nach einer langen Leidenszeit ist damit der wichtigste Schritt geschafft: Ivan Prtajin steht wieder auf dem Platz – und könnte schon bald wieder eine echte Option für den FCK werden.


