KSC sucht weiter nach einem Stürmer: Eggimann nennt klare Bedingung für einen Transfer
Der Karlsruher SC hält nach dem langfristigen Ausfall von Moritz Broschinski weiterhin die Augen nach Verstärkung für den Angriff offen. Ein Schnellschuss kommt für die Verantwortlichen allerdings nicht infrage. Sportgeschäftsführer Mario Eggimann macht deutlich, dass ein neuer Stürmer dem KSC möglichst sofort helfen müsste.
Broschinski fehlt den Badenern voraussichtlich bis zum Jahresende. Der 25-Jährige muss nach einem Teilriss des hinteren Syndesmosebands am Sprunggelenk operiert werden. Besonders bitter für Karlsruhe: Der Sommerneuzugang hatte sich schnell in die Mannschaft eingefügt und in seinen ersten beiden Zweitligaeinsätzen bereits zwei Treffer erzielt.
Eggimann will keinen Stürmer mit langer Anlaufzeit
Dass der KSC den Markt beobachtet, bedeutet deshalb noch lange nicht, dass automatisch ein neuer Angreifer verpflichtet wird. Eggimann stellt eine entscheidende Bedingung: Ein möglicher Neuzugang muss körperlich und spielerisch in der Lage sein, der Mannschaft sehr schnell zu helfen.
Das Problem liegt auf der Hand. Viele derzeit verfügbare Spieler haben seit längerer Zeit kein Pflichtspiel bestritten. Einen Stürmer zu verpflichten, der zunächst mehrere Wochen benötigt, um wieder auf Wettkampfniveau zu kommen, würde dem KSC in der aktuellen Situation nur begrenzt helfen. Genau deshalb will Karlsruhe bei der Suche geduldig bleiben.
Broschinskis Ausfall verschärft die Situation
Der Verlust von Broschinski trifft den KSC in einer ohnehin schwierigen Phase. Nach sechs Spielen stehen lediglich fünf Punkte zu Buche. Auf einen vielversprechenden Saisonstart folgten vier Partien ohne Sieg, während die Mannschaft von Maximilian Senft vor allem offensiv nach mehr Konstanz sucht.
Dabei war Broschinski genau als Spieler verpflichtet worden, der dem Angriff mehr Präsenz und Tiefe geben sollte. Mit seiner Körpergröße, seiner Athletik und seiner Erfahrung im deutschen Fußball passte er in das gewünschte Profil. Durch die Verletzung fehlt Senft nun eine wichtige Alternative im Sturmzentrum.
KSC will trotz Fehlstart am Weg festhalten
Trotz der schwachen Punkteausbeute will Eggimann keine grundsätzliche Kursänderung vornehmen. Der Sportgeschäftsführer sieht die Entwicklung der Mannschaft differenzierter als die Tabelle und betont, dass der eingeschlagene Weg weiter verfolgt werden soll.
Auch die aktuelle Länderspielpause kommt aus Sicht des KSC zu einem günstigen Zeitpunkt. Gerade die jüngeren Spieler hätten in den ersten Wochen viele Minuten gesammelt und könnten nun neue Energie tanken. Gleichzeitig erhält das Trainerteam zusätzliche Zeit, um an den Problemen der vergangenen Spiele zu arbeiten.
Transfer nur bei echter Soforthilfe
Für die Stürmersuche bedeutet das: Der KSC steht nicht unter dem Zwang, irgendeinen verfügbaren Spieler zu verpflichten. Entscheidend ist vielmehr, ob sich auf dem Markt eine Lösung findet, die sportlich wirklich überzeugt.
Bis zum nächsten Zweitligaspiel bleibt den Verantwortlichen noch etwas Zeit. Sollte ein passender Angreifer verfügbar werden, dürfte Karlsruhe reagieren. Passt das Gesamtpaket dagegen nicht, scheint der Verein bereit zu sein, mit dem vorhandenen Kader weiterzumachen.
Gerade nach Broschinskis Ausfall wird die Frage nach einem neuen Stürmer den KSC deshalb weiter begleiten. Eggimanns Position ist aber klar: Ein Transfer soll nur dann erfolgen, wenn er die Mannschaft unmittelbar besser macht.


