Magdeburg gegen Holstein Kiel 2:0: FCM übersteht Kiels Dauerdruck und schlägt eiskalt zu
Der 1. FC Magdeburg hat am 3. Spieltag der 2. Bundesliga einen hart erkämpften 2:0-Heimsieg gegen Holstein Kiel gefeiert. Die Gäste bestimmten über weite Strecken das Spiel und hatten die besseren Chancen, doch Magdeburg hielt stand. Mateusz Żukowski und Luka Hyryläinen entschieden die Partie schließlich innerhalb von neun Minuten.
Kiel übernimmt sofort die Kontrolle
Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen. Holstein Kiel presste früh, setzte den Magdeburger Spielaufbau unter Druck und zwang den FCM immer wieder zu Fehlern.
Schon nach sechs Minuten wurde es erstmals gefährlich. Nach einem Freistoß verfehlte Hiroki Sekine das Magdeburger Tor per Kopf nur knapp.
Kiel blieb am Drücker. Vor allem das hohe Pressing bereitete der Mannschaft von Petrik Sander große Schwierigkeiten. In den ersten 20 Minuten hatten die Störche mehr als 60 Prozent Ballbesitz, während Magdeburg kaum kontrolliert in die gegnerische Hälfte kam.
Die nächste große Möglichkeit hatte Phil Harres. Der Kieler Angreifer tauchte nach einem Steilpass frei vor dem Tor auf, setzte seinen Heber aber knapp daneben.
Auch danach blieb Harres einer der auffälligsten Spieler. Kurz vor der Pause musste Magdeburgs Torhüter Dominik Reimann erneut gegen den Angreifer eingreifen.
Elfmeter für Kiel wird zurückgenommen
Für zusätzliche Aufregung sorgte eine Szene nach knapp einer halben Stunde.
Nach einem Zusammenprall zwischen Kasper Davidsen und Reimann zeigte Schiedsrichter Jarno Wienefeld zunächst auf den Elfmeterpunkt.
Nach Überprüfung der Szene am Monitor nahm der Unparteiische seine Entscheidung allerdings zurück.
Damit blieb es beim 0:0.
Magdeburg durfte sich über diesen Zwischenstand nicht beschweren. Kiel war spielerisch überlegen, konnte aus der eigenen Dominanz aber keinen entscheidenden Vorteil ziehen.
Kiel vergibt weiter – dann trifft Żukowski
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig.
Holstein hatte die besseren Möglichkeiten. Adrian Kaprálik vergab kurz nach Wiederbeginn eine Kopfballchance, wenig später rauschte ein Distanzschuss von Sekine nur knapp am Magdeburger Tor vorbei.
Kiel spielte, Kiel drückte – aber Kiel traf nicht.
Und genau das wurde bestraft.
In der 72. Minute setzte Magdeburg plötzlich den entscheidenden Angriff. Barış Atik wurde auf der linken Seite angespielt und verlagerte den Ball auf Mateusz Żukowski.
Der Pole bekam aus halbrechter Position Platz und jagte den Ball aus rund 14 Metern ins lange Eck.
1:0 für Magdeburg – der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.
Hyryläinen entscheidet das Spiel
Der Rückstand zeigte Wirkung bei den Gästen.
Kiel hatte zuvor lange selbstbewusst und dominant gespielt. Nach dem 0:1 ging diese Sicherheit jedoch zunehmend verloren.
Magdeburg erkannte die Situation und schlug erneut zu.
In der 81. Minute brachte Alexander Nollenberger einen Eckball von links in den Strafraum. Luka Hyryläinen setzte sich durch und köpfte aus kurzer Distanz zum 2:0 ein.
Innerhalb von weniger als zehn Minuten hatte der FCM eine Partie entschieden, in der zuvor fast ausschließlich Holstein Kiel die gefährlicheren Szenen gehabt hatte.
Magdeburg zeigt die richtige Reaktion auf den Fehlstart
Für Magdeburg ist der zweite Sieg in Folge ein starkes Signal.
Die Saison hatte mit dem bitteren 1:6 zu Hause gegen Eintracht Braunschweig denkbar schlecht begonnen. Anschließend reagierte der FCM mit einem klaren 3:0 beim VfL Osnabrück.
Nun folgt gegen Kiel der nächste Dreier.
Spielerisch war der Auftritt dieses Mal deutlich weniger überzeugend als das Ergebnis vermuten lässt. Dafür zeigte Magdeburg defensive Widerstandsfähigkeit und nutzte seine entscheidenden Möglichkeiten konsequent.
Nach drei Spielen steht der FCM damit bei sechs Punkten.
Holstein Kiel wartet weiter auf den ersten Sieg
Für Holstein Kiel dürfte die Niederlage besonders bitter sein.
Die Mannschaft von Tim Walter hatte zuvor sowohl gegen Darmstadt als auch gegen St. Pauli 2:2 gespielt. In Magdeburg war Kiel über lange Phasen sogar die bessere Mannschaft – und steht trotzdem erstmals in dieser Zweitliga-Saison komplett ohne Punkte da.
Nach drei Spieltagen haben die Störche damit lediglich zwei Punkte.
Vor allem die Chancenverwertung wird zum Thema. Gegen Magdeburg erspielte sich Kiel genügend Möglichkeiten für eine Führung, ließ diese jedoch ungenutzt und wurde dafür spät bestraft.
Am kommenden Spieltag wartet zudem eine schwierige Aufgabe: Holstein empfängt den mit drei Siegen gestarteten 1. FC Nürnberg. Magdeburg muss auswärts bei Hertha BSC antreten.
Endstand: 1. FC Magdeburg 2:0 Holstein Kiel
Tore: 1:0 Mateusz Żukowski (72.), 2:0 Luka Hyryläinen (81.)

