1. Drei Tore und 20-Millionen-Preisschild: Bleibt Zoma beim 1. FC Nürnberg?
Mohamed Ali Zoma gehört zu den auffälligsten Spielern des bisherigen Saisonstarts in der 2. Bundesliga. Drei Tore am ersten Spieltag haben den 22-Jährigen früh ins Rampenlicht gebracht. Kurz vor dem Ende der Transferperiode stellt sich deshalb beim 1. FC Nürnberg eine entscheidende Frage: Kann der Club seinen Shootingstar halten?
Zoma startet mit einem Dreierpack
Viel besser hätte Zoma in die neue Saison kaum starten können.
Beim Auftaktsieg gegen Dynamo Dresden erzielte der Italiener alle drei Treffer und setzte damit sofort ein Ausrufezeichen. Schon in der vergangenen Saison hatte er 14 Tore erzielt. Seine Entwicklung ist deshalb längst auch außerhalb Nürnbergs aufgefallen.
Für den FCN ist Zoma inzwischen weit mehr als nur ein talentierter Angreifer. Mit seiner Geschwindigkeit und seinem Zug zum Tor gehört er zu den wichtigsten Spielern der Offensive von Trainer Miroslav Klose.
Nürnberg will Zoma nicht verkaufen
Sportvorstand Joti Chatzialexiou hat inzwischen deutlich gemacht, wie der Club die Situation bewertet.
Nach seinen Angaben gibt es derzeit keine konkrete Transferangelegenheit, mit der sich Nürnberg beschäftigen müsse. Gleichzeitig betonte Chatzialexiou, dass der FCN Zoma nicht abgeben wolle.
Eine absolute Verkaufsgarantie gibt es allerdings nicht.
Nürnbergs Aufsichtsratsvorsitzender Peter Meier hatte bereits eine Größenordnung von 20 Millionen Euro ins Spiel gebracht. Chatzialexiou bestätigte anschließend, dass er Zomas Wert sogar bei mindestens dieser Summe sieht. Erst bei einem entsprechend hohen Angebot müsste sich Nürnberg ernsthaft mit einem Verkauf beschäftigen.
Klose könnte ein wichtiger Faktor werden
Für einen Verbleib spricht nicht nur die hohe Ablösevorstellung.
Zoma besitzt unter Miroslav Klose eine wichtige Rolle. Dazu kommt eine besondere Verbindung zwischen Trainer und Spieler: Klose spricht aufgrund seiner Zeit bei Lazio Rom Italienisch und kann sich dadurch auch direkt mit Zoma austauschen.
Chatzialexiou sieht darin einen Faktor für die weitere Entwicklung des Angreifers. Auch Zoma selbst forciert derzeit offenbar keinen Abschied.
Die letzten Transfertage werden spannend
Ganz vom Tisch ist das Thema trotzdem noch nicht.
Ein Spieler mit Zomas Alter, Geschwindigkeit und Torquote kann kurz vor dem Deadline Day schnell Interesse wecken. Nürnberg befindet sich dabei in einer komfortablen Position: Der Club möchte seinen Angreifer behalten und müsste nur bei einem außergewöhnlich hohen Angebot neu überlegen.
Für den 1. FC Nürnberg wäre ein Verbleib sportlich besonders wertvoll. Der FCN ist mit zwei Siegen in die neue Saison gestartet und steht aktuell mit sechs Punkten an der Tabellenspitze.
Zoma könnte dabei zu einer der Schlüsselfiguren der Saison werden. Bis das Transferfenster geschlossen ist, bleibt allerdings eine Restunsicherheit.

