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St. Pauli 2:0 Karlsruhe: KSC-Krise verschärft sich

Oktober 11, 2026 · KlausHuber
FC St. Pauli gegen Karlsruher SC 2:0 im Spielbericht der 2. Bundesliga

St. Pauli 2:0 Karlsruhe: Ceesay und Ritzka verschärfen die KSC-Krise

Der FC St. Pauli hat sich am 7. Spieltag der 2. Bundesliga mit 2:0 gegen den Karlsruher SC durchgesetzt. Abdoulie Ceesay und Lars Ritzka erzielten die Treffer für die Hamburger, die nach zuletzt zwei Unentschieden wieder einen Sieg feiern konnten.

Für Karlsruhe geht die schwierige Serie dagegen weiter. Die Mannschaft von Maximilian Senft wartet nun seit sechs Ligaspielen auf einen Erfolg. Besonders bitter: Gleich zwei mögliche KSC-Treffer wurden nicht anerkannt.

Maximilian Senft überrascht mit neuer Formation

Karlsruhe trat am Millerntor erstmals mit einer Fünferkette an. Maximilian Senft stellte seine Mannschaft in einem 5-2-1-2 auf und wollte damit vor allem defensiv mehr Stabilität erreichen.

Der Plan funktionierte zunächst ordentlich. St. Pauli hatte zwar mehr Kontrolle, fand gegen die kompakte Karlsruher Ordnung aber nicht sofort die entscheidenden Räume.

Für Diskussionen sorgte anschließend eine Szene, in der Christoph Kobald den Ball im St.-Pauli-Tor unterbrachte. Der Treffer wurde jedoch nach einer Schiedsrichterentscheidung zurückgenommen.

Kurz darauf schlugen die Gastgeber selbst zu.

Abdoulie Ceesay bringt St. Pauli in Führung

In der 32. Minute nutzte St. Pauli einen schnellen Angriff. Connor Metcalfe bereitete vor, Abdoulie Ceesay blieb im Strafraum konzentriert und traf mit rechts zum 1:0.

Für den gambischen Angreifer war es die nächste Bestätigung seiner starken Form. Schon vor der Partie hatte sich Abdoulie Ceesay im Konkurrenzkampf um die Plätze im St.-Pauli-Sturm einen Vorteil erarbeitet.

Der Treffer gab den Gastgebern zusätzliche Sicherheit. Bis zur Pause blieb St. Pauli die aktivere Mannschaft, während Karlsruhe offensiv nur selten klare Lösungen fand.

Lars Ritzka sorgt früh für die Vorentscheidung

Nach dem Seitenwechsel benötigte St. Pauli nur wenige Minuten für das zweite Tor.

In der 51. Minute bereitete Eric Smith den Angriff vor, Lars Ritzka schloss mit links zum 2:0 ab.

Danach konnte die Mannschaft von Marcel Rapp das Spiel deutlich kontrollierter gestalten. St. Pauli musste nicht mehr permanent nach vorne spielen und konzentrierte sich darauf, dem KSC wenig Raum für ein Comeback zu geben.

Karlsruhe versuchte zwar, mehr Risiko einzugehen, entwickelte aber lange zu wenig echte Torgefahr.

Zweiter KSC-Treffer sorgt für neue Diskussionen

In der Schlussphase wurde es noch einmal kontrovers.

Lilian Egloff brachte den Ball in der 83. Minute im Tor unter. Der Treffer wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannt. Auch nach der Überprüfung blieb die Entscheidung bestehen.

Für den KSC war es bereits das zweite aberkannte Tor des Nachmittags.

Am Ergebnis änderte sich nichts mehr. St. Pauli spielte die Partie anschließend souverän zu Ende und sicherte sich den verdienten 2:0-Heimsieg.

Der Druck auf Karlsruhe wächst weiter

St. Pauli kann mit dem Erfolg zufrieden sein. Die Hamburger waren über weite Strecken die aktivere Mannschaft und nutzten ihre Möglichkeiten deutlich besser.

Für Karlsruhe wird die Situation dagegen immer schwieriger.

Trotz einer neuen Formation und einzelner guter Ansätze fehlt weiterhin der dringend benötigte Sieg. Sechs Ligaspiele ohne Erfolg erhöhen zwangsläufig den Druck auf Maximilian Senft und seine Mannschaft.

Der KSC muss nun vor allem offensiv Antworten finden. Denn auch am Millerntor zeigte sich erneut: Einsatz und defensive Organisation allein reichen nicht, wenn im letzten Drittel zu wenig entsteht.