Nur Ceesay scheint gesetzt: Wer gewinnt den Konkurrenzkampf im St.-Pauli-Sturm?
Beim FC St. Pauli wird es vor dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC besonders in der Offensive spannend. Trainer Marcel Rapp hat inzwischen mehrere Optionen für die vorderste Linie, doch einen klaren Stammplatz scheint aktuell nur Abdoulie Ceesay zu besitzen.
Hinter dem gambischen Nationalspieler ist der Konkurrenzkampf dagegen völlig offen. Youssoupha Niang, Martijn Kaars, Ricky-Jade Jones und Taichi Hara kämpfen um Einsatzzeit. Gleichzeitig bietet die Rückkehr von Branimir Hrgota dem Trainer zusätzliche Möglichkeiten hinter den Spitzen.
Für St. Pauli ist das grundsätzlich eine komfortable Situation. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Welche Kombination funktioniert aktuell am besten?
Abdoulie Ceesay hat sich einen Vorteil erarbeitet
Abdoulie Ceesay hat in den vergangenen Wochen regelmäßig Verantwortung übernommen und scheint derzeit die besten Karten für einen Platz in der Startelf zu haben.
Der 22-Jährige bringt Tempo, Athletik und eine starke Präsenz gegen den Ball mit. Dazu sammelte Abdoulie Ceesay zuletzt auch mit der gambischen Nationalmannschaft wichtige Spielminuten.
Für Marcel Rapp ist besonders wertvoll, dass der Angreifer unterschiedliche Aufgaben übernehmen kann. Er kann als zentrale Spitze agieren, Räume für Mitspieler öffnen und gegnerische Verteidiger mit seinen Läufen beschäftigen.
Ganz ohne Konkurrenz ist sein Platz trotzdem nicht.
Niang, Kaars und Jones warten auf ihre Chance
Hinter Abdoulie Ceesay gibt es mehrere Kandidaten mit unterschiedlichen Profilen.
Youssoupha Niang bringt viel Dynamik mit und kann durch seine direkten Aktionen für Unruhe sorgen. Martijn Kaars ist stärker als klassischer Strafraumspieler einzuschätzen und könnte gerade gegen tief stehende Gegner interessant werden.
Ricky-Jade Jones bietet wiederum enorme Geschwindigkeit. Seine Qualitäten könnten besonders dann wichtig sein, wenn St. Pauli Räume für schnelle Umschaltmomente bekommt.
Damit besitzt Marcel Rapp mehrere Möglichkeiten, seine Offensive je nach Gegner unterschiedlich aufzustellen.
Taichi Hara erhöht den Konkurrenzdruck zusätzlich
Auch Taichi Hara darf im Kampf um Einsatzzeit nicht vergessen werden.
Der japanische Angreifer bringt mit seiner Körpergröße und seinem Spiel im Strafraum ein anderes Element mit. Gerade wenn St. Pauli stärker über Flanken oder zweite Bälle spielen möchte, könnte Taichi Hara eine interessante Alternative werden.
Für den Trainer entsteht dadurch ein Luxusproblem: Es gibt nicht nur mehrere Angreifer, sondern auch verschiedene Spielertypen.
Genau das könnte im weiteren Saisonverlauf ein Vorteil sein.
Branimir Hrgota verändert die Möglichkeiten hinter dem Sturm
Zusätzliche Bewegung entsteht durch Branimir Hrgota.
Der erfahrene Offensivspieler kann hinter den Spitzen agieren und Verbindungen zwischen Mittelfeld und Angriff herstellen. Mit seiner Rückkehr bekommt Marcel Rapp eine weitere Option, die auch Einfluss darauf haben könnte, welcher Stürmertyp vorne am besten passt.
St. Pauli muss deshalb nicht zwangsläufig immer mit derselben Struktur spielen.
Je nach Gegner kann das Team mit mehr Tempo, mehr Physis oder zusätzlicher Kreativität auftreten.
Gegen den KSC könnte die Auswahl entscheidend werden
St. Pauli reist mit fünf Punkten aus den vergangenen drei Ligaspielen nach Karlsruhe und trifft dort auf einen KSC, der seit fünf Spielen auf einen Sieg wartet.
Die Ausgangslage macht die Partie besonders interessant. Karlsruhe steht unter Druck, während St. Pauli die Chance hat, seine positive Entwicklung fortzusetzen.
Für Marcel Rapp wird dabei die Besetzung der Offensive eine der wichtigsten Entscheidungen sein.
Abdoulie Ceesay scheint aktuell einen kleinen Vorsprung zu besitzen. Dahinter ist jedoch alles offen. Genau dieser Konkurrenzkampf könnte dafür sorgen, dass sich St. Paulis Angriff in den kommenden Wochen noch einmal deutlich weiterentwickelt.


